14. Januar 2020 

„Anregungen für weitere Klosterforschung: das Pfälzische Klosterlexikon“

Neujahrsempfang des Kuratorium UNESCO Welterbe Kloster Lorsch / Vortrag mit Dr. Martin Armgart

LORSCH, Januar 2020 (meli), In einem Vortrag im Paul Schnitzer Saal stellt Dr. Martin Armgart, einer der Autoren des fünfbändigen „Pfälzischen Klosterlexikons“, diese unlängst abgeschlossene profunde Zusammenstellung vor. Verschiedene Regionen haben 2014 damit begonnen, Geschichte und Baugeschichte ihrer Klöster aufzuarbeiten und in einem Klosterlexikon zu dokumentieren. 2019 wurde mit dem fünften Band das Pfälzische Klosterlexikon fertig gestellt. Auf annähernd 4000 Seiten sind die Klöster beschrieben, die im Gebiet der Pfalz bereits vor 1800 existierten. Dies ist das bislang umfangreichste regionale Klosterlexikon. Der Untertitel „Handbuch der pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden“ weist auf eine Erweiterung des Themas hin, das bis zu Domstiften reicht. Die Beschreibungen der verschiedenen Liegenschaften erfolgten meist gemeinsam durch einen Historiker und einen Kunst- bzw. Bauhistoriker.

Das Werk zeichne sich aus durch „Würze in der Kürze, ohne dass sie an Substanz vermissen lassen“ würdigte der Heidelberger Ordinarius Prof. Dr. Jörg Peltzer das Lexikon. Es lasse „die Vielfalt klösterlichen Lebens in der Region erkennen“ und mache Forschung für alle zugänglich. „Was eine Kunst ist“, so Peltzer weiter. “ So leicht werden einem die Vorbereitung eines Ausflugs, einer Schulstunde oder eines Seminars selten gemacht“. Das Lexikon beschreibt auch Klöster, die „kurz hinter der pfälzischen Grenze“ liegen. So enthält der fünfte Band auch Klöster in Weißenburg, beginnend mit der dortigen alten Abtei, dem saarländischen Wörschweiler und als Schwerpunkt auch die Klöster und Stifte in Worms. Rechtsrheinische Klöster wurden allerdings nicht aufgenommen.
Der Referent, Autor einer Anzahl von Beiträgen im Klosterlexikon, stellt das Konzept vor, vermittelt Einblick in die Arbeit am Lexikon und gibt Anregungen, wie die Erfahrungen aus der Pfalz für weitere Klosterforschungen genutzt werden können.

Im Anschluss an den Vortrag findet der Neujahrsempfang des Kuratoriums Welterbe Kloster Lorsch statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind auch dazu herzlich eingeladen.
19 Uhr, Paul-Schnitzer-Saal im Museumszentrum Lorsch, Eintritt frei

Weitere Informationen: Carolin Schreiber (2. Vorsitzende Kuratorium UNESCO Welterbe Kloster Lorsch), carolinschreiber@gmx.de