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Der aktuelle Kader der 1. Herren-Mannschaft der Saison 2020/2021. Foto: Daniel Fuss
15. October 2020 

Basketballer des VfL Bensheim wollen nach oben

Herren-Team peilt die 1. Regionalliga an | Moritz Benzing neuer VfL-Coach

BENSHEIM, Oktober 2020 (erh), Die vergangene Saison in der 2. Basketball-Regionalliga schloss die 1. Herren-Mannschaft des VfL Bensheim auf Platz zwei ab; in der kürzlich gestarteten Spielzeit 2020/21 wollen die VfL-Cracks nun erneut einen Angriff auf die Spitze unternehmen. „Unser Ziel ist es, um den Aufstieg mitzuspielen“, umreißt Teammanager Alex Gebhardt die Marschrichtung.

Nachdem die Bensheimer bei der Zusammenstellung der Mannschaft wegen der Unsicherheiten der Corona-Pandemie lange zurückhaltend agiert hatten, wurde im August mit Philip Jenkins ein Top-Spieler verpflichtet. Jenkins war im Vorjahr beim Ligakonkurrenten TS Frankfurt-Griesheim aktiv und bester Scorer der 2. Regionalliga. Der US-Boy ersetzt beim VfL seinen Landsmann Jeremy Ingram, der zum TV Idstein in die 1. Regionalliga zurückkehrte. Neu im VfL-Trikot sind außerdem Gerhard Hock (SV Darmstadt 98), Kevin Salifu (SG TV Dürkheim/BI Speyer) und Carlos Valencia Zapata (zuletzt vereinslos). Studien- und berufsbedingt verlassen haben den Club Jeroen Haaf, Carlo Trockel und Thomas Wagner.

Die Bensheimer gehen mit einem 12er-Kader in die Runde. „Alle Spieler haben das Potential für die Starting Five“, blickt Coach Moritz Benzing auf sein Ensemble. Benzing stand in der Vorsaison selbst noch für den VfL auf dem Parkett, beendete nach dem Corona-bedingten Abbruch der Meisterschaft im März aber seine Karriere. Im Sommer übernahm er den Trainerjob bei Bensheim von Manuel Lohnes. Der 35-jährige Jugenheimer ist der ältere Bruder von Basketball-Nationalspieler Robin Benzing. Als Spieler und Übungsleiter war Moritz Benzing viele Jahre für den SC Bergstraße unterwegs.

Mit dem Verlauf der Vorbereitung war der Trainer insgesamt zufrieden „Wir haben neue Spielsysteme in der Offensive und Defensive einstudiert, das hat schon ganz gut funktioniert.“ Diese positiven Eindrücke bestätigten sich an den ersten beiden Spieltagen. Zum Auftakt gewann der VfL das Heimmatch gegen Eintracht Frankfurt in eigener Halle mit 108:62. Die darauffolgende Begegnung bei der SG Weiterstadt ging mit 88:54 ebenfalls an Bensheim. In den beiden Partien erzielte Philip Jenkins insgesamt 50 Punkte für den VfL. Als schärfsten Rivalen im Rennen um den Aufstieg erachtet Benzing die Mannschaft von Lich Basketball; Theresianum Mainz und die DJK Nieder-Olm erwartet er zudem in der Spitzengruppe. „Es wird eine schwierige Runde, auch weil man nicht weiß, was Corona noch bringt,“ so Benzing. Wie in anderen Sportarten auch läuft die 2. Regionalliga, in der 13 Klubs aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland dabei sind, unter Corona-Bedingungen. Der Hessische Basketball-Verband lässt in Hessen vorerst bis zum 31. Oktober keine Zuschauer in den Hallen zu. Der VfL Bensheim überträgt daher seine Partien per Livestream im Netz.

Die Durchführungsbestimmungen für den Spielbetrieb in der Liga wurden verändert. Es wird einen Aufsteiger, aber keine Absteiger geben. Mit der getroffenen Regelung ist man beim VfL Bensheim nur bedingt zufrieden. „Drei, vier Mannschaften wollen nach oben, für die anderen geht es um nichts, darunter leidet der Wettbewerb“, schildert VfL-Basketball-Abteilungsleiter Christian Roth seine Bedenken hinsichtlich des Modus.

Der Kader VfL Bensheim 2020/21: Eren Küpeli, Julian Lexa, Jan Tschakaloff, Philip Jenkins, Gerhard Hock, Yann Gröhlich, Tilmann Isensee, Kevin Salifu, Carlos Valencia Zapata, Felix Becker, Richard Maurer, Tyron McLaughlin. – Trainer: Moritz Benzing.