17. Februar 2019 

Der Biber kommt – auch zu uns

BUND lädt zum Bibervortrag am 1. März im Haus Hufnagel ein

SEEHEIM-JUGENHEIM, Februar 2019 (meli), Biber waren früher in ganz Europa verbreitet. Sie wurden wegen ihres dichten Fells und des essbaren Fleisches stark gejagt und dadurch nahezu ausgerottet. Durch den strengen Schutz, unter dem die Biber nun stehen und die ausbleibende Bejagung ist es gelungen, den Biber wieder in Europa und auch bei uns zu verbreiten. Im Jahr 2009 wurde der Biber erstmalig wieder im Landkreis DA-DI beobachtet. Er hat sich zunächst entlang der Gersprenz angesiedelt und seit 2015 zunehmend auch in der Nebengewässern ausgebreitet. Zahl im LA DA-DI: Geschätzt auf 79 Tiere bei durchschnittlich 3.3 Tiere/Revier. Bisher ist er in Babenhausen, Messel, Münster, Dieburg, Roßdorf, Groß Zimmern, Groß Umstadt, Reinheim,Otzberg Groß Bieberau und Weiterstadt gesichtet worden.

Jetzt erobert er sich auch unsere nahegelegenen Flüsse zurück. Der Burgherr und Wasserbauer hilft uns bei der naturnahen Renaturierung unserer intensiv genutztenL andschft. Seien Sie gespannt auf den nicht überallwillkommenen Gast unserer Flüsse und Auenlandschaften. Darüber und über die Lebensweise des interessanten Nagers wird ineinem Vortragvon Fritz Fornoff am Freitag, den 01.03.19 um 19:30 im Haus Hufnagel berichtet. Der BUND lädt dazu herzlich ein. Der Eintritt ist, wie immer, frei.


Steckbrief:
Größe: 1,20m
Lebenserwartung: 10-14 Jahre
Gewicht: 30-40 kg
Merkmale: Große Nagezähne,
Haarkleid: Braun, sehr dicht,
Lebensraum: Naturnahe Gewässer und Flußabschnitte,
Nahrung: Sommer Gräser und Feldfrüchte
Winter Baumrinde und Zweige
Lebensweise: lebt in unterirdischenBauten in Böschungen, Eingang unter Wasser
Biberburg: Wenn die Böschung für die Anlage eines geschützten Baus nicht hoch genug ist, stapeln die Biber zum Schutz Äste und Stöcke darauf.