Darmstadt

Nachdem sich 2018 kritisch mit dem Zustand unseres Gesundheitssystems befasst wurde, erzählt "Der marktgerechte Mensch" von den Verwerfungen unseres Arbeitsmarkts.
14. Januar 2020 

„Der marktgerechte Mensch“

Uraufführung des Kinofilmes am 16. Januar im Staatsarchiv Darmstadt

DARMSTADT, Januar 2020 (meli), Europa ist im Umbruch. Seit dem neuen Jahrtausend und zuletzt nach der Finanzkrise wurden neue Weichen gestellt. Die soziale Marktwirtschaft, gesellschaftliche Solidarsysteme, über Jahrzehnte erstritten, stehen zur Disposition. Besonders der Arbeitsmarkt und mit ihm die Menschen verändern sich rasant. Hier setzt der Film „Der marktgerechte Mensch“ an.

Nachdem Leslie Franke und Herdolor Lorenz sich in „Der marktgerechte Patient“ (2018) kritisch mit dem Zustand unseres Gesundheitssystems befasst haben, erzählt „Der marktgerechte Mensch“ von den Verwerfungen unseres Arbeitsmarkts.

Unsichere und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Algorithmus-gesteuerte Arbeitsprozesse, Crowdworking haben unser Leben in den letzten Jahren rasant verändert – und nicht selten zu zerstörten Lebensläufen und psychischen Erkrankungen geführt. Der Film zeigt aber auch Solidarität zwischen Menschen, die für einen Systemwechsel eintreten, stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften. „Der marktgerechte Mensch“ will Mut machen und motivieren sich zusammenzuschließen und einzumischen.

Denn, auch das eine Botschaft des Filmes, dieser Wahnsinn ist nicht alternativlos: Ein anderes Leben ist möglich.

Wenn der Mensch zur Ware wird – „Der marktgerechte Mensch“: Filmerstaufführung von attac Darmstadt und dem DGB Darmstadt am 16.01.2020 in Darmstadt, 19:30 Uhr im Staatsarchiv Darmstadt

Die Teilnahme an dieser Aufführung ist kostenfrei.