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Viele Eimer mit Löchern, welche die Kröten auffangen, mussten entlang des Zaunes eingegraben werden. Hier Hasan Kournassan und Mechthild Friderichs bei der Arbeit. Foto: soe
14. März 2019 

Ein Zaun gegen das Kröten-Massaker in Ober-Beerbach

Freiwillige Helfer vom BUND Seeheim-Jugenheim setzen sich für lokalen Tierschutz ein und errichten ihren ersten Krötenzaun – Helfer für das Leeren der Eimer gesucht!

OBER-BEERBACH, März 2019 (meli), Um dem großen Krötensterben der letzten Jahre Einhalt zu gebieten, haben freiwillige Helfer des BUND Seeheim-Jugenheim ihren ersten 150 m langen Krötenzaun Mitte Februar am nord-westlichen Ortseingang von Ober-Beerbach entlang der L3098 errichtet.

„Gerade an dieser Stelle ist es in den letzten Jahren zu einem regelrechten Krötenmassaker gekommen,“ so Helga Feiß, „denn die Kröten nutzen jedes Jahr die ersten Tage mit mildem Wetter um ihre Laichwanderung aus dem Wald zum nahe gelegenen Auweiher anzutreten“. Es war etwas beschwerlich die Eimer mit den Löchern in den harten Wiesenboden einzugraben, aber mit dem unermüdlichen Einsatzwillen der Helfer wurde die Arbeit an einem Vormittag erledigt. Und als dann der Regen einsetzte, kamen auch die Kröten. Mittlerweile wurden schon über 50 Tiere gerettet.

Nun sind freiwillige Helfer gefragt, die die paarungswilligen Amphibien aus den rettenden Eimern über die Straße tragen, damit sie schnell in den Auweiher gelangen. Je nach Witterungslage müssen die Eimer morgens und abends geleert werden, damit die Kröten nicht zum Leckerbissen für Reiher werden. Interessierte Helfer können sich gerne unter Tel. 06257/86125 bei Helga Feiß melden. Der Zaun wird im Sommer wieder abgebaut. Sorgen um den Rückweg der Kröten muss man sich allerdings nicht machen. Einmal im Auweiher angekommen, bleiben die Wanderer dort und gehen nicht die gleiche Strecke wieder zurück.