Seeheim-Jugenheim, Startnews

Die Seeheimer Wehr rückte die vergangene Woche wieder zu einigen Einsätzen aus. Foto: FF Seeheim
12. Juni 2018 

Freundschaftsbande aufgefrischt

Seeheimer Wehr hatte Besuch von Partnerwehr aus dem Münsterland

SEEHEIM-JUGENHEIM, Juni 2018 (meli), Von Freitag bis Sonntag (8. bis 10. Juni) hatte die die Freiwillige Feuerwehr Seeheim wieder ihre Partnerwehr aus Greven aus dem westfälischen Münsterland zu Gast. Beide Wehren verbindet seit dem Deutschen Feuerwehrtag 1970 in Münster/Westfalen eine dauerhafte und enge Freundschaft. Damals waren die Seeheimer Feuerwehrwehrleute bei Grevener Kameraden privat einquartiert gewesen. Auf Initiative der beiden seinerzeitigen Feuerwehrchefs nahm so die nunmehr fast 50 Jahre stetig bestehenden Freundschaft ihren Anfang.

Nach dem Eintreffen der Gäste am Freitagnachmittag erfolgte die Quartierverteilung. Auch der Seeheimer Feuerwehrstützpunkt diente einigen jüngeren Kameraden auf deren Wunsch als Schlafquartier.

Der Freitagabend und Samstag standen Gästen und Gastgebern zur freien Verfügung. Der Samstagabend stand dann im Zeichen eines zünftigen „Bayerischen Abends“ mit entsprechendem Buffet. Extra für diesen Abend hatte man auf dem Stützpunktgelände ein Festzelt errichtet. Die „Zwingenberger Musikanten“ sorgten schwungvoll auch für musikalische Stimmung. Gut gelaunt feierte man das Wiedersehen mit den Freunden bis in die Nacht hinein.

Nach einem ausgiebigen Frühschoppen und Mittagessen stand dann am Sonntagnachmittag auch schon wieder der Abschied an. Ein Gegenbesuch der Seeheimer in Greven wird im kommenden Jahr stattfinden, bevor man dann im Jahr 2020 das 50-jährige Bestehen dieser Freundschaft gemeinsam feiern wird.


Einsätze der Wehr

Wegen eines ausgelösten Brandmelders rückte am Mittwoch (6. Juni) um kurz vor 13.30 Uhr ein kompletter Löschzug, der Gemeindebrandinspektor sowie der Rettungsdienst zum Altenzentrum der Inneren Mission in die Sandstraße aus. Eine Überprüfung vor Ort ergab, dass es sich glücklicherweise um einen Fehlalarm handelte.

Immer wieder zeigt sich, dass Rauchwarnmelder Schlimmeres verhüten können. So auch am Abend des Freitag (8. Juni) in einer Wohnung in der 6. Etage eines Mehrfamilienhauses im Weedring in Seeheim.
Die um 21.23 Uhr alarmierte und auf Grund der Alarmmeldung mit 25 Kräften und 5 Fahrzeugen angerückte Freiwillige Feuerwehr Seeheim drang mit einem Löschtrupp unter Atemschutz in die betroffene Wohnung ein, fand die Räumlichkeiten jedoch verlassen vor. Gleichzeitig war durch weitere Einsatzkräftet auch ein möglicher Löschangriff vorbereitet worden. Als Ursache für die Auslösung des Rauchwarnmelders stellte sich auf dem Herd in einem Kochtopf kokelndes Essen heraus. Die Feuerwehr brachte das „corpus delicti“ vom Herd ins Freie. Verletzt wurde niemand. Die Evakuierung der Bewohner des Hauses war nicht erforderlich. Kurz nach 22 Uhr konnten die letzen Einsatzkräfte wieder in die Unterkunft zurückkehren. Auch eine Streife der Polizei war vor Ort anwesend.

Ein schweres Gewitter mit Starkregen, Windböen und Hagel traf am frühen Abend des gestrigen Samstag (9. Juni) gegen 18 Uhr auch Bereiche der die Gemeinde Seeheim –Jugenheim.
Besonders betroffen war der Ortskern von Seeheim. Etliche Räumlichkeiten – darunter meist Kellerräume – standen unter Wasser. Die Darmstädter Straße und Teile der Schlossstraße waren überflutet. Auch die Fahrbahn der Kreisstraße 143 von Seeheim nach Ober-Beerbach stand teilweise unter Wasser. Zur Unterstützung der Seeheimer Einsatzkräfte waren im Ortsbereich von Seeheim zudem die Feuerwehren Balkhausen , Jugenheim und Ober-Beerbach mit zahlreichen Kräften und Fahrzeugen eingesetzt. Über 30 Einsatzstellen mussten abgearbeitet werden.

In Jugenheim, Ober-Beerbach und Stettbach mussten die örtlichen Feuerwehren zudem umgestürzte Bäume beseitigen. Nach Aufrüstungsarbeiten im Feuerwehrstützpunkt konnte die Einsatztätigkeiten gegen 21 Uhr beendet werden. Die Gesamteinsatzleitung lag in den Händen des stellvertretenden Gemeinde-Brandinspektors Dirk Mattauch.


Wieder Unwetter in Seeheim-Jugenheim

Nach den Unwetterereignissen vom 23. April und vom vergangenen Samstag  (9. Juni) waren Teile von Seeheim-Jugenheim am frühen Abend des gestrigen Montag (11. Juni) erneut von einem Gewitter mit Starkregen betroffen, so dass gegen 18.30 Uhr örtliche Feuerwehren zum Einsatz gerufen wurden.

 Besonders im Ortsteil Ober-Beerbach ließ der ergiebige Regen in kurzer Zeit Bäche über die Ufer treten und es kam zu Überschwemmungen von Grundstücken und in Gebäuden im Bereich der unteren Ernsthöfer Straße. Auch ein Metall verarbeitender Betrieb im Gewerbegebiet war betroffen.

Die Freiwillige Feuerwehr Ober-Beerbach wurde vor Ort durch die Wehren aus  Seeheim und Stettbach unterstützt. Zur Beseitigung der Wassermassen kamen mehrere Tauchpumpen zum Einsatz. Außerdem musste an verschiedenen Straßenstellen Geröll und Schlamm von der Fahrbahn geräumt werden.

Der Ortsbereich von Seeheim kam diesmal glimpflich davon. Lediglich in der oberen Schlossstraße drückten die Wassermassen des Elsbach eine Schacht- abdeckung der Bachverrohrung aus Ihrer Fassung. Außerdem musste in der unteren Schlossstraße ein an diesen Bach angrenzendes Wohnanwesen mit Sandsäcken gegen Überflutung gesichert werden. Neben der Seeheimer Wehr kam in der Schlossstraße auch die Feuerwehr Stettbach zum Einsatz.

Im Stettbacher Tal drohte der Stettbach in Höhe eines Hotel- und Restaurantbetriebes über die Ufer zu treten. Hier wendete die Freiwillige Feuerwehr Jugenheim Schaden ab. Zudem kontrollierten die Wehren Seeheim und Jugenheim im jeweiligen Ortsbereich die Rechen an den Einläufen der Bäche in deren Verrohrung auf Beeinträchtigungen im Wasserabfluss.

An 13 Einsatzstellen waren insgesamt rund 50 Kräfte der Feuerwehren aus Jugenheim,  Ober-Beerbach, Seeheim und Stettbach  tätig. Die Einsatzleitung hatte  Gemeindebrandinspektor Stefan Katzer. Auch Bürgermeiser Alexander Kreissl informierte sich im Lagezentrum im Feuerwehrstützpunkt Seeheim über die Situation. Gegen 21.30 Uhr waren alle Einsatzstellen abgearbeitet.