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Hoch konzentriert: Ausbildungsleiter Manfred Sänger mit Sandor. Foto: soe
10. Oktober 2017 

Hundeverein Seeheim öffnet seine Pforten

Rally Obedience Turnier auf eigenem Gelände

SEEHEIM-JUGENHEIM, Oktober 2017 (schle), Am 16. September fand auf dem Gelände der Hundefreunde Seeheim ein Rally Obedience Turnier statt. Insgesamt 60 Hunde durchliefen an dem Tag den Parcours. „Dabei geht es darum, die vorher eingesehene Strecke in höchstens vier Minuten zu durchlaufen“, erklärt Turniersporttrainer Klaus Deußer.

Sissi Steuerwald aus Bechtheim umkurvt konzentriert mit ihrer acht Jahre alten Hündin „Bella“ die letzten Hütchen. Keine Fehler machen ist hier angesagt. Ihre Tochter blickt ebenfalls sehr angespannt zum Feld und ist nicht in der Lage, ihre Umgebung wahrzunehmen. Nur noch die letzten Meter ohne Fehler und dann ist es geschafft. Mutter und Tochter schauen sich erleichtert an, und der Hund bekommt sein verdientes Leckerli zugeworfen.

Nun folgt die Bewertung der stets aufmerksamen Richterin Petra Lauer. Nach kurzem Ratschlag mit der zweiten Beobachterin bekommt Sissi Steuerwald ein „gut“ von der Wettkampfrichterin. Nun ist es endgültig geschafft. Die Tochter wartet schon am Ausgang, um ein Foto von Mama und Bella zu machen. Nach kurzer Besprechung zwischen Mutter und Tochter wird erstmal entschieden, nach den Strapazen eine Stärkung einzunehmen. Der Veranstalter (Verein der Hundefreunde Seeheim und Umgebung e.V.) hatte dafür viele leckere Speisen im Angebot.

„An diesem Turnier kann jeder teilnehmen, auch diejenigen, die keine Begleithundprüfung abgelegt haben“, gibt Organisator Manfred Sänger zu verstehen. „Normalerweise sind bei Turnieren nur Hunde zugelassen, die diese vorweisen können“, ergänzt er noch schnell. Man merkt aber vor Ort, dass die vielen Hunde alle gut erzogen wurden und auch Freude an den Aufgaben hatten.

Nach einer einstündigen Pause wurden die Teilnehmer der „Klasse Eins“ auf die Wiese gebeten. Dort wurden alle Starter von der Wettkampfrichterin auf die Regeln hingewiesen. Ebenfalls wurde dort erklärt, dass es eine Starterin gibt, die gehbehindert ist und nicht alle Anforderungen (Sprung) ausführen kann. Deshalb wurde der Parcours so angepasst, dass ihn auch jeder meistern kann. „Dies ist auch eine Eigenheit dieses Wettkampfs. Man orientiert sich an der körperlichen Verfassung der Starter und passt dann den Parcours dementsprechend an“, erläutert Manfred Sänger. Jetzt haben die neun Starter dieses Teilnehmerfeldes die Möglichkeit, sich den Parcours vorab anzuschauen und die sich 16 bevorstehenden Aufgaben einzuprägen. Auf den Schildern stehen Anweisungen, z.B. sich mit dem Hund 90° bis 360° zu drehen oder den Hund Sitzen und Liegen auf Anweisung zu lassen. Nach einer kurzen Aufwärmphase für Hund und Mensch startet die erste Teilnehmerin, wie bereits zuvor Sissi Steuerwald, hoch konzentriert mit ihrem Hund in den abgesteckten Parcours. Eine besonders schwere Aufgabe wartet noch kurz vor Schluss der Prüfung, als Mensch und Tier an zwei Schüsseln vorbei müssen. Unter der ersten Abdeckung befindet sich gutriechendes Nassfutter und unter der zweiten Abdeckung ein Spielzeug für den Hund. Diese Hindernisse wurden aber von allen Teilnehmern souverän gemeistert. Auch hier war die Erleichterung bei allen Teilnehmern zu spüren.

Insgesamt war dies das sechste Mal, dass dieser Wettkampf in Seeheim stattgefunden hat. Den Veranstaltern war das Herzblut für ihre Leidenschaft einfach anzumerken. Klaus Deußer wies noch auf das Turnierhundesportturnier am 28. Oktober in Seeheim hin, welches aber nur intern ausgerichtet wird.