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"Soli fan tutti" präsentiert kammermusikalische Werke des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.
01. Oktober 2019 

Innovative Musik trifft innovative Architektur

Kammermusik der Jahrhundertwende am 12. Oktober bei BRAIN in Zwingenberg

ZWINGENBERG, Oktober 2019 (meli), „Bauhaus und die Bergstraße“ heißt eine dreiteilige Veranstaltungsreihe in Zwingenberg, die sich dem einhundertsten Geburtstag des staatlichen Bauhauses, 1919 in Weimar gegründet, widmet. Mit einem weiteren Teil der aufsehenerregenden Lichtkunst-Installation „Moving Mitosis“ der Darmstädter Künstlerin Helga Griffiths geht das Projekt am 12. Oktober in seine zweite Runde. Nach dem Auftakt vor ein paar Wochen wird ab 19.30 Uhr wieder eine großflächige Videoprojektion auf der denkmalgeschützten Fassade der ehemaligen Deutschen Milchwerke Dr. Arthur Sauer AG („Fissan“), heute Sitz des Biotech-Unternehmens BRAIN AG, zu sehen sein. Darin verschmilzt der biologische Zellteilungsprozess (Mitose) mit dem inspirierenden Tanz eines Zwillingspaars. Aus beidem entsteht durch das geschickte Arrangement der Künstlerin etwas völlig Neues.

Neu war Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts auch der Bauhaus-Gedanke, der unter anderem das Bauen revolutionierte. Im Geist dieser Zeit steht daher ein Konzertprogramm, welches das Ensemble „Soli fan tutti“ speziell für Zwingenberg arrangiert hat. Wiltrud Veit (Klavier), Michael Veit (Violoncello) und Margareth Rose Koenn (Sopran) präsentieren kammermusikalische Werke des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Kurt Weill, Paul Hindemith, Alban Berg, Gustav Mahler und andere Komponisten schufen im zeitlichen Kontext des neuen Bauens prägnante, mitunter herausfordernde Stücke, die ab 20.30 Uhr im historischen „Fissan“-Gebäude zu Gehör gebracht werden. Innovative Musik trifft hier auf innovative Architektur. Die Koloratursopranistin Margareth Rose Koenn studierte Gesang in den USA, war unter anderem Ensemble-Mitglied des Staatstheaters Darmstadt und gastiert heute europaweit in zahlreichen Rollen. Ihr vorwiegend kammermusikalisches Wirken führt die Pianistin Wiltrud Veit nach Italien, Tschechien, Israel, die Schweiz und in die Vereinigten Staaten. Sie studierte Klavier in Berlin und gewann zahlreiche Preise. Ihr Ehemann, Michael Veit, ist erster Solo-Cellist am Darmstädter Staatstheater und ein ebenfalls mehrfach preisgekrönter Musiker.

Karten für das Kammerkonzert bei BRAIN können zum Preis von 20 Euro im Bürgerbüro der Stadt Zwingenberg telefonisch (06251-7003-0), per E-Mail (buergerbuero@zwingenberg.de) sowie zu dessen Öffnungszeiten erworben werden. Die Abendkasse wird ab 20 Uhr geöffnet sein (Adresse: Darmstädter Straße 34-36, Zwingenberg).