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34 talentierte Kids wurden bei dem Trainingscamp des HLZ intensiv gefördert.
11. November 2017 

Trainieren wie die Profis

Intensives Camp des Handball-Leistungszentrums Bergstraße

BENSHEIM, November 2017 (meli), Auch in den zurückliegenden Herbstferien richtete das Handball-Leistungszentrum Bergstraße (HLZ) wieder ein Trainingscamp für talentierte Spielerinnen und Spieler aus. Und wie bei den Camps zuvor, waren die begehrten Plätze schnell vergeben, auch weil das Trainerteam Wert auf eine kleine, ambitionierte Gruppe legt, mit der drei Tage lang intensiv gearbeitet werden kann. So standen schließlich 34 Kinder auf dem Parkett der Weststadthalle und absolvierten unter vier Trainern insgesamt 15 Stunden Handball-Training auf hohem Niveau.

Neben den klassischen Angriffs- und Abwehrübungen sowie Athletik- und Koordinationseinheiten brachte Robert Vuletic, der die Leitung des Camps inne hatte, den jungen Spielerinnen und Spielern Elemente der Life-Kinetik-Trainingsmethode näher, bei der die Gehirnhälften stärker verbunden werden und dadurch eine Förderung von Bewegungs- und Spielintelligenz erfolgt. Auch Core Performance, eine Trainingsmethode, mit der unter anderem die Fußball-Nationalmannschaft und natürlich auch die Handball-Nationalmannschaft arbeiten, wurde eingeführt. Dabei geht es um eine Stabilisierung des Rumpfes mit einem Wechsel aus Kräftigungs-, Dehnungs- und Koordinationselementen. „Diese modernen Trainingsmethoden sind nicht nur für das eigentliche Handball-Spiel von Vorteil, sondern dienen natürlich auch der Verletzungsprophylaxe“, erläutert Vuletic.

Gemeinsam mit seinen Trainerkollegen Samira Schulz, Robert Vuletic und Leon Brüning war er begeistert vom Einsatz der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die auch neue, ungewohnte Belastungsformen sehr gut umsetzten. „Oft nörgeln junge Spieler, wenn es Übungen ohne Ball gibt, aber unsere Gruppe hier hat verstanden, dass zu einem kompletten Handballer mehr gehört, als nur ein starker Wurf oder eine schnelle Täuschung“, lobte auch der ehemalige russische Nationalspieler Rybakov. „Natürlich gehört das auch dazu und wurde wieder in verschiedenen Übungsaufbauten verfeinert und verbessert, aber unser Anspruch ist es, den Jugendlichen auch neue Ansätze zu vermitteln. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass unsere Teilnehmer, sei es im Camp oder im täglichen Trainingsbetrieb des HLZ, auch zu Multiplikatoren für eine erfolgreiches Nachwuchstraining werden“, ergänzt Claudia Richter, die Sportliche Leiterin der Institution, die dem Schulsportzentrum des AKG angeschlossen ist.

Natürlich kam bei allem sportlichen Ehrgeiz auch der Spaß in den drei Tagen nicht zu kurz: Bei einem internen Turnier sowie beim täglichen Siebenmeterwerfen und einem Koordinationswettbewerb gab es praktisch nur Gewinner. Und spätestens als alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr obligatorisches Camp-T-Shirt überreicht bekamen, war bei der Gruppe, die sich aus neun Vereinen rekrutierte ein Zusammengehörigkeitsgefühl deutlich, das auch Teil der Mannschaftssportart Handball ist.