Alsbach-Hähnlein

Mit Blumen dankten alle Elisabeth Jung (mi.) für ihre Arbeit.
02. März 2016 

Abschied vom Helferkreis Alsbach

Ulrich Krump neuer erster Vorsitzender bei “ASYL Alsbach-Hähnlein e.V.”

ALSBACH-HÄHNLEIN, März 2016 (meli), Nach vierjähriger erfolgreicher Arbeit legte Elisabeth Jung Mitte Februar ihre Arbeit im Asylkreis Alsbach-Hähnlein nieder und übergab das „Staffelholz“ an Ulrich Krumb, dem Vorstand des neu gegründeten Vereins „ ASYL Alsbach-Hähnlein e.V.“.

Es begann 2012, es war ein Buch, das sie nicht mehr losließ: „Hoffnung im Herzen, Freiheit im Sinn“. Die bewegende Flucht eines jungen Mannes aus Eritrea nach Europa schockierte Elisabeth Jung. Als sie bei Bekannten einen Eritreer mit gleichem Schicksal traf, war ihr klar, dass sie helfen wollte. Sie begann damit, Deutschunterricht im Flüchtlingsheim in Alsbach anzubieten. Doch dabei blieb es nicht: „Als die Leute merkten, die Frau Jung ist immer da, kamen sie auch mit anderen Problemen zu mir.“ Vor allem mit ihren Schicksalen. „Ich habe Menschen gesehen, viele traumatisiert, die mit großen Erwartungen ankamen“, beschreibt sie.

An dieser Stelle wird für Elisabeth Jung aus dem individuellen Problem ein politisches. Deshalb schreibt sie Briefe, führt Telefonate, prangert Missstände bei Behörden an, hält Vorträge bei südhessischen Initiativen, scheut die Wege der Bürokratie nicht im Sinne derer, die sich nicht zu helfen wissen, weil sie fremd sind. Wenn vor allem im Landkreis Darmstadt-Dieburg Flüchtlinge Probleme haben, klingelt oft Elisabeth Jungs Telefon. „Ich bin irgendwie so etwas wie das Sprachrohr geworden“, erzählt sie. Gleichzeitig spricht sie eine klare Sprache mit den Flüchtlingen. Lehrt Deutsch, erwartet aber auch Lernbereitschaft. Hilft bei Arztbesuchen – rügt aber auch, wenn ein Flüchtling nicht mitzieht. Alles in ihrer Freizeit. Tatkräftig unterstützt wurde sie dabei von Wolfram Anschütz, Ihrem Lebensgefährten.

Mitte Februar legte nun Elisabeth Jung ihre Arbeit als Sprecherin des Asylkreises nieder. Eine Gruppe Alsbacher Flüchtlinge aus der Gemeinschaftsunterkunft Sandwiese erschien zu einer Abschiedsveranstaltung und dankte. Yusuf Mohamad überreichte ihr zum Dank einem Blumenstrauß. Er war einer der ersten Flüchtlinge, dem ihre Fürsorge zu Teil wurde. Mit Yusufs Fluchtgeschichte bestritten sie gemeinsam viele Veranstaltungen, um Schüler und Erwachsene für das Thema Flucht zu sensibilisieren.

Bürgermeister Georg Rausch und Ulrich Krumb schlossen sich den Dankesworten der Flüchtlinge an. Alle ermutigten Frau Jung sich doch weiterhin für Flüchtlinge zu engagieren.

Der neu gegründete Verein wünscht Frau Jung Gesundheit und alles Gute.


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