Darmstadt, Fotogalerien, Was geht?

Karoline (Studentin Kommunikationsdesign) und Julia (Erzieherin) haben sich zum Thema Auge, Nase, Mund farblich ausgetobt. Foto: Eva M. Wicht
28. September 2018 

Graffiti, Hiphop und DJs unter freiem Himmel

Darmstadt lud zur 3. Lincoln-Wall-Jam an Hessens größter Graffiti Wall ein

DARMSTADT, September 2018 (meli), Am 8. und 9. September war es wieder soweit, der Lincoln Wall Jam ging in die dritte Runde: Graffiti, Hiphop und DJs an Hessens größter Graffiti Wall. Los ging es am Samstag um 14 Uhr mit Graffiti Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Europa. Auch Anfängerinnen und Anfänger hatten die Möglichkeit, sich einmal in der Kunstform auszuprobieren. Um 16 Uhr eröffnete Sozialdezernentin Barbara Akdeniz die Veranstaltung und begrüßte alle Freundinnen und Freunde der urbanen Kultur der Lincoln Wall.

Jeweils ab 18 Uhr am Samstag und am Sonntag traten Live-Acts verschiedener Hip-Hop Künstlerinnen und Künstlern auf und die besten Platten aus der Hip Hop Geschichte werden aufgelegt. Am Sonntag stellten die Graffiti-Künstlerinnen und -Künstler ihre angefangenen Werke fertig. Die Organisationsgruppe „Lincoln Wall Jam jugendforum*“ sorgte gemeinsam mit den „Ultra de Lis“ an beiden Veranstaltungstagen für die nötige Verpflegung. „Der Lincoln Wall Jam ist nicht nur ein Treffen der Szene und deren Vertreterinnen und Vertretern, sondern ein offenes Fest für alle – und kostenlos“, freute sich Barbara Akdeniz und ergänzte, dass „Legale Wände“ in Darmstadt sehr knapp wären. Mit der Lincoln Wall stehe nun allen Sprayerinnen und Sprayern nun eine Möglichkeit zur freien Gestaltung bereit. Man freue sich sehr, dass über 100 Künstlerinnen und Künstler zugesagt hatten, diesen besonderen Tag gemeinsam zu feiern.“ Mit dabei waren auch in diesem Jahr wieder internationale Künstlerinnen und Künstler aus Bern, Linz, Castellón, Sarajevo sowie Künstlerinnen und Künstler aus den Niederlanden.

Der Wunsch nach einer legalen Graffiti-Wand wurde 2015 durch Darmstädter Jugendliche an das Jugendamt herangetragen. Bei der „Lincoln-Wall“ handelt es sich um eine 600 Meter lange und 4 Meter hohe Schallschutzwand entlang der Karlsruher Straße / B3, die mit Unterstützung von Hessen Mobil zur Gestaltung freigegeben wurde. Seither wird diese Wand von einer großen Gruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem jugendforum* betreut und gepflegt. Diese kümmern sich um alles, von Nachwuchsförderung bis Müllbeseitigung. Unterstützt werden sie durch das Jugendbildungswerk.
Darmstadt bekommt eine zweite große Fläche, die legal mit Graffiti dekoriert werden darf. Den Blütentunnel an der Unterführung unter der Langener Straße nahe der S-Bahn-Haltestelle Arheilgen.

Das Jugendbildungswerk ist immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten für Künstlerinnen und Künstler, kreativ zu werden. Darmstädter Bürgerinnen und Bürger, die Flächen zur Verfügung stellen möchten, können sich daher gerne an das Jugendbildungswerk unter der Tel.: 06151 / 133967 oder der E-Mail: jugendbildungswerk@darmstadt.de wenden.

Fotos: Eva M. Wicht