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Mit und ohne Rauch genießen - Melibokus Rundblick

Kreis Bergstrasse

Annette Meisl verrät kubanische Geheimnisse für Zigarren- und Rumliebhaber.
29. August 2019 

Mit und ohne Rauch genießen

Lorscher Tabakfest an der Lorscher Kerb lädt wieder ein

LORSCH, August 2019 (meli), Die Tabakernte ist im Schuppen und die neuen Zigarren sind gerollt: Untrügliche Zeichen dafür, dass es Zeit wird für das Tabakfest 2019! Wie immer lädt das Lorscher Tabakprojekt und das KULTour-Amt am Kerwe-Wochenende dazu ein und wartet mit etlichen spannenden Programmpunkten auf, die nicht nur Zigarrenfreunde interessieren werden.

Am Sonntag wird der Historische Tabakschuppen geöffnet und ist ohne Führung zugänglich. Jedoch stehen kundige Bürgerinnen und Bürger dort den Gästen mit Auskünften zum Gebäude und zur Tabakkultur zur Verfügung. Dort wie auch auf dem Markt wird die neuen Lorsa Brasil 2018 käuflich zu erwerben sein, die am Samstag offiziell angeraucht wird. Wie immer besteht diese aus über 60% Lorscher Tabak der Marke Geudertheimer und einem Brasil-Deckblatt – der Rest wird, wie bei jeder guten Zigarre, nicht verraten. Das Geheimnis des Lorscher Tabak-Gin hingegen, der gleich nebenan verkauft wird, ist bekannt: Die Brennerei aus dem Odenwald hat diesen mit fermentiertem Lorscher Tabak geschmacklich angereichert – und ist damit sicherlich international ein Vorreiter. Beides – Zigarren und Gin – kann in einer eigens dafür eingerichteten Cigar Lounge auf dem Tabakfest genossen werden.

Wie stets findet das Tabakfest zu Füßen des UNESCO Welterbes Kloster Lorsch statt, wo die ehrenamtlichen „Tabakbauern“ frisch gebrochenen Tabak aufnähen und zum Trocknen aufhängen. Dass dabei viel erzählt und gefachsimpelt wird, hat Tradition. Dort kann man sich auch über das erfolgreiche Projekt informieren und es kann sich jede/r anmelden, der für ein Jahr mit dabei sein möchte. Gerne berichten die seit 2013 tätigen Freiwilligen über ihre Arbeit und tauschen sich aus. Flankiert werden die Tabakpflanzer von zwei renommierten, dabei sehr unterschiedlichen ZigarrenherstellerInnen. Zum einen ist das der Stand von Villiger Söhne, dem Importeur kubanischer Zigarren in Deutschland. Villiger hat jedoch auch die Zigarren anderer karibischer und südamerikanischer Staaten im Angebot und natürlich die eigene Produktion. Auf der anderen Seite trifft man einmal mehr auf den Stand von La GALANA Köln. Unter der Leitung von Annette Meisl, Unternehmerin, Autorin und darstellende Künstlerin, findet das kleine, aber feine Unternehmen mittlerweile in der Branche entsprechende Beachtung. Annette Meisl konnte dazu gewonnen werden, einmal mehr eines ihrer kurzweiligen, höchst empfehlenswerten Zigarren- und Rum-Seminare im Lorscher Museumskeller abzuhalten (Karten im Vorverkauf unter KULTour-Amt@lorsch.de).

Am historischen Rollertisch werden deutsche und kubanische Tabakrollrinnen nebeneinander die jeweils landestypischen Zigarren rollen, also Longfiller wie Shortfiller, die auch vor Ort erworben und verkostet werden können. „Zigarrenraucher zählen – und zwar lange bevor da Wort Entschleunigung überhaupt in Mode kam – zu den Verfechtern derer, die sich für bewusste, langsame und unbedingt naturbelassene Genüsse einsetzen. Schon deshalb sind sie uns sympathisch“, lacht Gabi Dewald, die Lorscher Kulturamtsleiterin. Doch muss man nicht dem Rauchen frönen, um am Tabakfest Spaß zu haben: „Hier geht es um die Würdigung einer unsere Region beispiellos prägenden Kultur“, stellt Dewald klar. „Und es gibt hier unglaubliche viele Leute, die dazu noch viel mehr Geschichten zu erzählen haben. Darauf freuen wir uns schon und erwarten unsere Gäste einmal mehr auf dem Benediktinerplatz vor der Königshalle!“ Abordnungen aus den umliegenden Tabakgemeinden sind besonders herzlich eingeladen.