Ausschreibung des Karl Kübel Preises 2013 gestartet
Gesucht: Initiativen, die die selbstverständliche Teilhabe aller Familien, mit und ohne Migrationserfahrung, vorbildlich fördern
BENSHEIM, Oktober 2012, Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie hat die bundesweite Ausschreibung des Karl Kübel Preises 2013 gestartet. Dieser setzt sich mit dem Thema Inklusion/ Migration auseinander und trägt den Titel „Macht uns stark! – Familien kommen an“. Mit einem Preisgeld von 50.000 Euro ist er der höchst dotierte Preis für soziales Engagement in Deutschland.
Hintergrund
In mehr als zwei Millionen Familien in Deutschland bringt mindestens ein Elternteil eigene Migrationserfahrung mit; fremd und orientierungslos fühlen sich viele von ihnen. Sie benötigen Unterstützung und Aufklärung, um sich in der neuen Gesellschaft und Kultur zu orientieren, um anzukommen. Ihre Kinder brauchen die Ermutigung der Eltern und des sozialen Umfelds, um sich offen und neugierig auf ihr Lebensumfeld und andere Menschen zuzubewegen. Die Entwicklung des kindlichen Selbstbewusstseins und der Identität hängen eng mit der gelingenden Ankunft und Einbindung der Eltern in Deutschland zusammen.
Gelungene Inklusion fokussiert die Potentiale der Zugewanderten und nicht deren Andersartigkeit. Die vielfältigen Fähigkeiten und das Engagement der Migrantinnen und Migranten stehen im Mittelpunkt. Oftmals scheitert dies jedoch an den sozialen Bedingungen oder an Barrieren, auf die sie treffen.
Wer kann sich bewerben?
Für den Karl Kübel Preis 2013 können sich Einrichtungen und Initiativen bewerben, die Familien mit Migrationserfahrung und andere Familien verbinden und Kindern eine Identitätsentwicklung vor einem multikulturellen und multinationalen Hintergrund ermöglichen. Es sind Projekte, die Barrieren abbauen und die Kompetenzen der Menschen in den Fokus nehmen.
Die Bewerbungsunterlagen mit ausführlichen Informationen und einem Kriterienkatalog stehen unter www.karlkuebelpreis.de bereit. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2013; Bewerbungen werden online oder per Post eingereicht. Die feierliche Preisverleihung wird am 6. September 2013 in der Paulskirche in Frankfurt am Main stattfinden.
„Die Karl Kübel Stiftung setzt sich dafür ein, dass Familie in ihrer gesamten Vielfalt und Unterschiedlichkeit von der Gesellschaft anerkannt und unterstützt wird. Im Jahr 2013 werden Projekte ausgezeichnet, welche die selbstverständliche Teilhabe und Teilnahme aller Familien am kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Deutschland fördern und unterstützen. Die Stiftung würdigt damit inklusive Konzepte, die auf Aktivierung und Stärkung der Potentiale der Menschen setzen und nicht ihre Herkunft oder ihren Hintergrund fokussieren“, erklärt Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung.
Karl Kübel Stiftung und Karl Kübel Preis
Die im südhessischen Bensheim ansässige Karl Kübel Stiftung setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1972 mit Projekten dafür ein, dass die Lebensbedingungen für Familien im In- und Ausland verbessert werden und Kindern ein chancengerechtes Aufwachsen ermöglicht wird.
Den Karl Kübel Preis hat die Stiftung 2009 anlässlich des 100. Geburtsjubiläums ihres Gründers Karl Kübel (1909-2006) neu ins Leben gerufen, nachdem die Auszeichnung bereits in den 1990er Jahren verliehen worden war. Mit dem hochdotierten Preis möchte die Stiftung beispielhaftes und herausragendes Engagement von Initiativen für die Belange von Eltern und Kindern in Deutschland würdigen und das öffentliche Bewusstsein für deren Bedürfnisse und Interessen schärfen.
Träger des Karl Kübel Preises 2010 zum Thema „Präventionsnetzwerke“ war das Bildungsforum Mengerskirchen; 2011 wurden die Projekte “Familien lernen Zukunft in der Oberen Altstadt” in Minden, “Lernort Bauernhof“ in Darmstadt und “kikuna” in Dornstadt zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet; und im Jahr 2012 hat das “Bildungshaus Lurup” den Preis zum Thema „Familien mit behindertem Kind“ gewonnen.
