Neue Öfen und Solarlampen für indische Landbevölkerung
Die Karl Kübel Stiftung aus Bensheim fördert die Nutzung erneuerbarer Energien in Indien und verbessert somit die Lebensbedingungen der armen Landbevölkerung
BENSHEIM, Oktober 2012 (meli), Die Lebensbedingungen für Kleinbauernfamilien und Landlose im indischen Bundesstaat Tamil Nadu sind hart: Falsche und zu intensive Nutzung der natürlichen Ressourcen und veraltete Technologien haben Wälder zerstört und den Boden ausgelaugt. Für die Menschen sind damit Ernährungsgrundlagen und Einkommensquellen nahezu weggefallen. Das Projekt „Indien: Solarlampen – eine Investition in die Zukunft der Kinder“ der Bensheimer Karl Kübel Stiftung setzt hier an und fördert mit neuer, umweltschonender Technologie und Schulungen für die Bevölkerung das nachhaltige und damit zukunftsorientierte Wachstum der Region. Das Projekt unterstützt derzeit rund 5000 Menschen aus 1000 Kleinbauernfamilien und Landlose der Region.
„Unser Unternehmen ist von Globalität und Kulturvielfalt geprägt, in vielen Ländern haben wir Mitarbeiter, Kunden und Partner und fühlen uns der Bevölkerung dort verbunden. Unser Wunsch war deshalb, ein Projekt zu unterstützen, das sowohl thematisch zu uns passt als auch in einem Land beheimatet ist, in dem wir geschäftlich aktiv sind”, betont der Leiter der EPCOS Unternehmenskommunikation, Hans-Peter Ziegler. „Bei der Karl Kübel Stiftung haben wir dies alles gefunden. Wir freuen uns sehr, einen zusätzlichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen in Indien leisten zu können, wo wir 1800 Mitarbeiter beschäftigen.“
Ziel des Projekts ist, die Nutzung von Holz als Brennmaterial um 30 Prozent zu verringern und mindestens die Hälfte der Bevölkerung in den Gemeinden mit rauchfreien Öfen und Solarlampen auszustatten. Allein durch die Umstellung auf Solarlampen werden rund 0,1 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr vermieden, das bei der Nutzung einer Kerosinlampe entstehen würde. Die robusten Lampen sind ein Beitrag zu einer sauberen Umwelt. Darüber hinaus helfen sie, Unfälle und Atemwegserkrankungen zu vermeiden, und sie bieten eine zuverlässige Beleuchtung, die Kindern nach Sonnenuntergang das Arbeiten für die Schule ermöglicht. Bildung ist im Projektgebiet nicht selbstverständlich und der richtige Schritt in eine bessere Zukunft.
