Blaues Weihnachtswunder funkelt am nahen Horizont
Überraschungen und viele liebevolle Details am Lorscher Weihnachtsmarkt
LORSCH, November 2014 (meli), So ganz allmählich taucht sie am Horizont auf, die Weihnachtszeit. „Was – in zwei Wochen ist 1. Advent?“ Die Organisatorinnen des Lorscher Weihnachtsmarktes hingegen zählen die Tage aus anderen Gründen: Denn das „Blaue Weihnachtswunder Lorsch“, wie das beliebte Ereignis neuerdings auch genannt wird, bringt jede Menge Arbeit und viele Aufgaben mit sich. Nachdem der Markt im vergangenen Jahr mit einem veränderten Veranstaltungsort und einer auf drei Tage verlängerten Laufzeit gut angenommen wurde, ist der Ehrgeiz erst recht erwacht. Gerade im Jubiläumsjahr der Stadt soll der Weihnachtsmarkt ganz besonders schön werden.
Wieder arbeiten KULTour-Amt und Stadtmarketing eng zusammen. Die Zahl der blauen Buden und auch der Teilnehmenden allgemein hat zugenommen und das Farb-Motto wird auch wieder von vielen Ausstellenden liebevoll aufgegriffen. Der Marktbereich wird deshalb weiter in die östliche Nibelungenstraße ausgedehnt werden. „Damit wird das Museumszentrum einbezogen“, so die Veranstalter. „Das passt besonders gut, weil dort am Samstag die Ausstellung ‚Des is unser Kabellsche!‘ eröffnet wird.“ Vom Marktplatz bis zum MUZ und bis hoch zum Stephan-Jäger-Pavillon werden sich Buden und hübsch geschmückte Stände aneinanderreihen. „Der Weihnachtsmarkt steht traditionell eher im Zeichen privater Anbieter und Künstler. Das macht das Angebot liebenswert und originell. Dazu kommen etliche Profis, wir haben wieder Keramikwerkstätten beispielsweise oder etwa besonders schöne Textilien, Postkarten und Gegenstände aus Holz“, heißt es.
Doch was das Team besonders freut ist, dass beispielsweise die „Vorleseengel-Aktion“ so gut ankam: „Ruckzuck hatten wir für alle drei Tage Erwachsene, die am Weihnachtsmarkt für die Kinder vorlesen oder Geschichten erzählen möchten.“ Das weihnachtliche Märchenzelt steht dann neben der Königshalle. Ebenfalls ist man begeistert, dass sich beispielsweise die Kutscherin Regine Wolf meldete: Sie wird am Sonntagnachmittag (14.00 – 16.30 Uhr) große und kleine durch Lorsch kutschieren. Dabei verzichtet sie auf eine Bezahlung und lässt den Fahrpreis (1 € für Kinder, 2 € für Erwachsene) den in Lorsch untergebrachten Flüchtlingen zukommen. „Wenn es einem da nicht weihnachtlich ums Herz wird!“ so Mona Mendes vom KULTour-Amt, die den Markt hauptamtlich betreut.
Wenn der Markt am Freitag um 17.30 Uhr offiziell von Bürgermeister Christian Schönung und mit den Kindern aus Vronis Tanzstudio eröffnet wird, beginnt damit auch der Reigen der musikalischen Darbietungen am weihnachtlich geschmückten Stephan-Jäger-Pavillon, der wieder als stimmungsvolle Bühne dient („Dieses Mal NOCH ein bisschen schöner“! verspricht man). Dort wird sich auch wieder das blaue Herz des Lorscher Weihnachtsmarktes befinden. Doch das wird auch wieder in der ganzen Innenstadt und vor allem schon gleich am Haupteingang zum Markt sichtbar werden, gegenüber des Alten Rathauses. „Die Leute haben sich wieder ein Tor zum Weihnachtsmarkt gewünscht“, so Mendes. „Dieses Mal wird es nicht aus Licht bestehen. Aber: Es wird auf jeden Fall blau sein. Und jedermann kennt es… und wird sich trotzdem wundern…“
