Es ist wieder Johannisfest in Lorsch
Traditionsfest der Stadt voraus
LORSCH, Juni 2015 (meli), Wenn es hinterm Kloster wieder heult und wummert, Schausteller lautstark eine neue Fahrt anpreisen und am Abend bunte Lichter blinken, wenn Familien pulkweise mit großen Naschtüten stadteinwärts ziehen, rosa Einhörner über Kinderköpfen an langen Schnüren schaukeln und die Jugendlichen sich am „Auto Scooter“ oder „Super Tower“ verabreden – dann, ja dann ist wieder Johannisfest in Lorsch. Es ist das größte Traditionsfest in der Klosterstadt. In seinem Zentrum stehten der Jahrmarkt und ein großes Festzelt. Vom 19. bis zum 22. Juni ist es wieder soweit.
Der neu sanierte Karolingerplatz darf dafür – eine Bedingung der Stadtverordnetenversammlung – einmal im Jahr hergenommen werden. Zusätzlich zu diesem „Juxplatz“ (wie er bei vielen immer noch heißt) hat sich seit etlichen Jahren auf der daneben gelegenen Klosterwiese ein Kreativmarkt etabliert. Samstag und Sonntag präsentieren hier gut 30 AnbieterInnen Schönes und Phantasievolles aus eigenen Werkstätten. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen, Live-Musik sowie Bastel- und Spielaktionen der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Abende, wenn der Platz zu Füßen der imposanten Klostermauer von den zahllosen Lichtern der Fahrgeschäfte erleuchtet ist, kommt zu Tempo, Nervenkitzel, Los- und Trefferglück die dunkelblaue Kulisse des Sommerhimmels über dem Kloster. Dann gehört der Platz denen, die Musik und gute Laune im Festzelt genießen wollen. Die 80er Jahre stehen am Freitagabend ab 21 Uhr mit den DAILY RACES im Mittelpunkt. Am Samstag, nach dem zünftigen Fassbieranstich gibt’s „Pure Classic Rock“ mit den REVENGERS; sonntags kommt die Kult-Band AMOKOMA und am Montag bringen die BEAT BROTHERS mit 60er und 70er Jahre Hits das Publikum rund ums Höhenfeuerwerk am späteren Abend in Stimmung.
Der Festzeltwirt bietet neben deftigen Fleischgerichten auch Vegetarisches und außer Frischgezapftem & Co. auch eine Cocktailbar an. Der Kreativmarkt hingegen bemüht gar das Guinnessbuch der Rekorde. Denn neben den Original Blütenweg Jazzern am Sonntag, hat man die größte Ein-Mann-Kapelle der Welt eingeladen. Der „Musik- und Showexpress“ ist ein über eintausend Kilo schweres Gerät aus Sperrmüll, Schrott und alten Haushaltsgeräten geschweißt und geschraubt. Doch dass „Schrotti“, sein Erfinder und Konstrukteur, nicht nur ein genialer Tüftler, sondern auch ein Musikgenie ist, beweist er, indem er mit dieser Soundmaschine den ganzen Samstag lang immer wieder musiziert. Ein Spektakel für Ohren und Augen!
