Bensheim, Gesundheit-Beauty-Wellness

Dr. Michael Wilk reiste schon dreimal in das Krisengebiet.
18. März 2016 

Die medizinische Situation in Rojava in Nordsyrien

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Dr. Michael Wilk am 8. April in Bensheim

BENSHEIM, März 2016 (meli), Über die medizinische Situation in Rojava in Nordsyrien referiert der Arzt Dr. Michael Wilk am 8. April auf einer Veranstaltung des Bensheimer Forums gegen Rüstungsexporte. Die autonome Region Rojava ging aus den nordsyrischen Kantonen Efrîn, Kobanê und Cizîrê Rojava hervor. Bürgerkrieg und Terror des Islamischen Staats (IS) führten zu einem Machtverlust der syrischen Regierung. Unter anderem entstand ein für alle Menschen kostenfreies System der medizinischen Versorgung, unabhängig von Herkunft, Religion, Geschlecht und Einkommen.

Die bereits unter dem Assad-Regime bestehende Unterversorgung des Gesundheitssystems, der Bürgerkrieg, die Verteidigung gegen den Terror des Islamischen Staates (IS) und das Embargo gegen Rojava erschwerten die medizinische Versorgung erheblich und machen sie zum Teil fast unmöglich. Der gelernte Schmied, engagierte Arzt und leitender Notarzt in der Landeshauptstadt Wiesbaden Dr. Michael Wilk reiste in kurzer Zeit dreimal in dieses Gebiet. Im Dezember 2014 für die NGO CADUS nach Cesire, um dort die medizinische Situation zu recherchieren. Im Frühsommer 2015 arbeitete er in der kurdischen Region in Nordsyrien. Im September 2015 reiste er zum drittenmal in die umkämpften Kurdengebiete. Er brachte dringend benötigte Ersatzteile und zwei Dialysegeräte nach Derik an der Grenze zum Irak, denn eine Verschickung in das Kriegsgebiet war nicht mehr möglich. Dr. Michael Wilk berichtet über die Schwierigkeiten, das Gesundheitssystem in Rojava wieder aufzubauen und über seine Erfahrungen mit hochmotivierten Menschen in dieser Region.

Die Vortrags- und Diskussionsveranstaltung ist am 8. April 2016 im Faktoreikeller in Bensheim beginnt um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.