Kreis Bergstrasse

Jan Wagner liest am 21. März in Lorsch.
18. März 2016 

Kann man über Seife dichten?

Mit Jan Wagner kommt der Poet der vertrauten Gegenstände und ungewohnten Aspekte zum Welttag der Poesie

LORSCH, März 2016 (meli), Was ist an Bienen schön, dass man ihnen Gedichte widmet? Wie kann man über Seife dichten? Ist er ein Mann, der „alles besingen kann“? Wann ist die gute Zeit, um zu reimen: In der Nacht? Bei Tage? Wann entscheidet sich, ob aus dem lyrischen Werk ein Sonett wird oder ein Haiku oder gar ein freier Vers? – Wenn Jan Wagner am UNESCO Welttag der Poesie am nächsten Montag, den 21. März, nach Lorsch kommt, wird er nicht nur Gedichte vortragen, sondern auch über seine landauf landab gelobte Kunst ein Gespräch führen. Mit dem Publikum und mit Elmar Ullrich, der ihn zu seiner Lyrik befragen wird (Paul Schnitzer-Saal im Museumszentrum, 19.30 Uhr).

Zwei Mal eine knappe halbe Stunde wird der Poet aus Berlin aus verschiedenen seiner Bücher vorlesen. Die für ihn wichtigsten Gedichte daraus hat er in seinem jetzt gerade veröffentlichten neuesten Lyrikband „Selbstporträt mit Bienenschwarm“ zusammengefasst. Zwischen den beiden poetischen Leseblöcken ist das Publikum eingeladen, in einem Hintergrundgespräch zwischen Jan Wagner und Elmar Ullrich mehr über seine Arbeit und die Entstehung seiner Gedichte zu erfahren. Und wie gesagt: sehr gerne auch, in dem man Jan Wagner selbst dazu befragt.

Der Büchertisch vor dem Paul Schnitzer-Saal hält verschiedene Bände des vielfach ausgezeichneten, vergleichsweise jungen Dichters bereit. Gerne signiert er auch die Bände. „Einmal im Jahr, am UNESCO Welttag der Poesie, laden wir einen prominenten zeitgenössischen Dichter nach Lorsch ein“, so Gabi Dewald vom städtischen Kulturamt. „Das ist als Ergänzung zu unserem Leseschwarm, den Hoftorgedichten, dem Bienen- und Dichterfest, aber auch beispielsweise den inzwischen in Lorsch gut angekommenen Poetry Slam, der in diesem Jahr wieder stattfindenden LeseStadt etc. nochmal ein ganz anderes Element und stets mit Spannung erwartet.“ Die natürlich im Falle des wohl derzeit bekanntesten zeitgenössischen Poeten hierzulande besonders groß ist.