Seeheim-Jugenheim

Jahresabschlussübung der Seeheimer JugendfeuerwehrFeuerwehrarbeit ist auch was für Mädchen und macht auch richtig Spaß.
13. Dezember 2012 

Schlaucht den Feuerteufel

Bei der Abschlussübung stellte die Jugendfeuerwehr der FFW Seeheim die exzellente Ausbildung des vergangen Jahres unter Beweis

SEEHEIM, November 2012 (pem), „Stell Dir vor, es brennt und Du weißt genau, was zu tun ist!“ So fühlt sich die Ausgangslage an für die Jungen und Mädchen, bevor sie in der Jahresabschlussübung als Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Seeheim aktiv werden.

Jungen Menschen ab zehn Jahren steht der Weg in die Jugendabteilung offen. In wöchentlichen Übungsstunden werden sie mit der Gerätschaft vertraut gemacht, in Theorie und Praxistraining in Brandschutz und -bekämpfung sowie in alle anderen Aufgabenbereiche eingeführt. Ziel der umfassenden und soliden Ausbildung ist es, den bruchlosen späteren Übertritt in die Einsatzabteilung zu gewährleisten.

Bei einem simulierten Ernstfall genügt es nicht, dass der Einzelne sein technisches Basis-Knowhow routiniert zur Anwendung bringen kann. Aufmerksamkeit, Koordination und Kooperation spielen eine wichtige Rolle, um im Rahmen des fiktiven Brandszenarios optimal reagieren zu können. Auf sich selbst, die anderen und die Umgebung zu achten, stellt eine große Herausforderung dar, doch diese Fähigkeit kann im Ernstfall überlebenswichtig sein.

Mit wohlwollend-kritischem Scharfblick verfolgten Gemeindebrandinspektor Rainer Anders, Wehrführer Stefan Katzer, dessen Stellvertreter Jens Ramge und Jugendfeuerwehrwart Christian Mauersberger die Übung der Jugendfeuerwehr. Die Realität war dem Planspiel voraus geeilt: tags zuvor hatten die Seeheimer Floriansjünger tatsächlich wegen des Brandes einer Gartenhütte in der Nähe des Ortsteils Malchen ausrücken müssen. Im selben Gebiet lehrten nun auch die Jugendlichen ihren angenommenem Feuerteufel aus vollen Rohren das Flüchten! Außer den sehr zufriedenen feuerwehr-fachmännischen Blicken, verfolgte sie auch die neugierigen Augen der „kleinen Kollegen“. Die „Mäusefeuerwehr“ -Mitglieder, also Kinder unter zehn, schauten interessiert zu, was es demnächst für sie noch alles zu lernen gäbe.

Mit dem Löschen der Flammen ist zwar die entscheidende Arbeit getan, der Einsatz jedoch nicht zu Ende: Fahrzeugreinigung und Material-Wiederbestückung sind zu erledigen. Weil die Youngsters über enormes Energiepotenzial verfügen, kam nach dem Feuer die Feier. Gemütliches Beisammensein beim Abendessen, Film- und Spieleabend verschafften eine Ruhepause. Gestärkt konnten alle wieder aufbrechen zur Wanderung unter dem Sternenzelt, um schließlich den restlichen kleinen Teil der Nacht mit wohlverdientem Schlaf im Feuerwehrstützpunkt zu verbringen.

Fotos von Stefan Oelsner.
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