„Mein Papa liest vor!“
Ministerpräsident Volker Bouffier übernimmt die Schirmherrschaft
WIESBADEN / BENSHEIM (meli), Das Projekt „Mein Papa liest vor!“, das die hessenstiftung – familie hat zukunft und die Stiftung Lesen seit 2010 in Hessen umsetzen, startet Anfang 2013 in die dritte Projektphase. Zu diesem Anlass übernimmt Ministerpräsident Volker Bouffier die Schirmherrschaft für „Mein Papa liest vor!“ in Hessen. Ziel des Projektes ist es, Eltern – insbesondere Väter – zu bewegen, ihren Kindern mehr vorzulesen.
Um die Eltern zu erreichen, wird der Weg über ihre Arbeitgeber gewählt: Über das firmeneigene Intranet erhalten die Mitarbeiter wöchentlich Vorlesegeschichten, die sie einfach und kostenlos herunterladen und zum Vorlesen mit nach Hause nehmen können. Bisher nehmen in Hessen rund 60 mitarbeiterstarke Unternehmen und Institutionen am Projekt teil. Allein das Land Hessen erreicht über sein Mitarbeiterportal 60.000 Beschäftigte. In der ab 2013 beginnenden dritten Projektphase sollen weitere Unternehmen vor allem aus dem Mittelstand für das Projekt gewonnen werden.
“Mit “Mein Papa liest vor!“ hat die Hessenstiftung gemeinsam mit der Stiftung Lesen eine Initiative mit bundesweitem Modellcharakter ins Leben gerufen“, betont Ministerpräsident Volker Bouffier. „Das Angebot wendet sich an eine wichtige Zielgruppe für die früheste Leseförderung, nämlich die Eltern, und setzt mit vielen Unternehmen als Partnern Impulse für eine familienfreundliche Arbeitskultur. Weil das Vorleseprojekt in unserem Land seinen Anlauf nahm, übernehme ich als Ministerpräsident sehr gern die Schirmherrschaft für ‚Mein Papa liest vor‘ in Hessen.“
„Wir bedanken uns ausdrücklich für das Engagement der Hessenstiftung und der hessischen Landesregierung, die mit dem Start des Projektes vor zwei Jahren eine Vorreiterrolle übernommen haben“, ergänzt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. „Nach dem Erfolg in den vergangenen Jahren sind nun weitere Bundesländer wie Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern dem hessischen Vorbild gefolgt und setzen „Mein Papa liest vor!“ nun ebenfalls in ihren Ländern um. Unser Ziel ist es, das Projekt auf Dauer bundesweit zu etablieren.“
Wie wichtig die frühkindliche Leseförderung für die Entwicklung der Kinder ist, zeigen verschiedene Studien und Untersuchungen: Je früher die Kinder im familiären Umfeld an das Lesen herangeführt werden, desto leichter fällt ihnen später das Lesenlernen und desto größer sind ihre Chancen auf schulischen und beruflichen Erfolg. Trotzdem lesen die Eltern in zwei von fünf Familien ihren Kindern nicht regelmäßig vor, und wenn, dann sind dies meistens die Mütter. Nur jeder zehnte Vater übernimmt regelmäßig die Rolle des Vorlesers, gerade Jungen fehlt damit ein positives Rollenvorbild für das Lesen. Genau dies soll über das Projekt „Mein Papa liest vor!“ geändert werden.
Mit ihrer Teilnahme setzen die Arbeitgeber ein Zeichen für das (Vor-)Lesen und unterstützen ihre Mitarbeiter dabei, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen und ihnen vorzulesen. Die Vorlesegeschichten, die die teilnehmenden Unternehmen wöchentlich zur Weitergabe an ihre Mitarbeiter erhalten, sprechen die unterschiedlichen Interessen von Jungen und Mädchen an und berücksichtigen verschiedene Altersgruppen und kulturelle Hintergründe. Ergänzend dazu erhalten die Mitarbeiter ein umfassendes Vorlese-Dossier mit Informationen und Tipps zum Vorlesen.