Kreis Bergstrasse

Stolz wird sie präsentiert: die AZAV-Urkunde.
18. Januar 2013 

Behindertenhilfe Bergstraße gemeinnützige GmbH erhält AZAV-Urkunde

BERGSTRASSE, Januar 2013 (meli), Die Behindertenhilfe Bergstrasse kann sich für die hohe Qualität und der stetigen Weiterentwicklung der Berufsbildungsbereiche in den Werkstätten nun mit einer offiziellen AZAV-Urkunde schmücken. Die AZAV, Akkreditierungs- und Zulassungsver-ordnung, ist ein wichtiger Nachweis zum Qualitätsstandard innerhalb von Einrichtungen, deren Aufgabe die berufliche Qualifizierung, berufliche Eingliederung und die Vermittlung auf den ersten Arbeitsmarkt von Menschen mit Behinderung ist. Sie ist eine der Voraussetzung zur Genehmigung der Maßnahmen durch die Agentur für Arbeit.

Wesentlicher Bestandteil zum Erhalt dieser Urkunde ist der Nachweis eines klar geregelten und effektiven Systems zur Qualitätssicherung, welches die BHB mit der ISO 9001 Zertifizierung seit 1999 erfüllt. Die Maßnahmen der Arbeitsförderung haben das Ziel, einen Menschen so weit beruflich zu qualifizieren, dass seine Chancen auf ein sozialversicherungsrechtliches Arbeitsverhältnis steigen und eine Vermittlung in ein solches Arbeitsverhältnis vollzogen werden kann. Claudia Mang, Leiterin des Berufsbildungsbereiches, betont hierbei wie wichtig es ist, dass diese Maßnahmen qualitativ hochwertig, zielorientiert und transparent aufgebaut sind.

Für die Behindertenhilfe Bergstrasse bedeutete die Zulassungsprüfung der AZAV einige Wochen intensiver Vorbereitung. Im Fokus der Zulassungsprüfung sind die Berufsbildungsbereiche der Werkstätten. Dort werden die neuen Werkstattmitarbeiter in verschiedenen Berufsfeldern beruflich qualifiziert. In einer dreimonatigen Orientierungsphase haben die neuen Werkstattmitarbeiter Zeit sich innerhalb und außerhalb der Werkstatt beruflich zu orientieren. Eine Überprüfung ihrer Fähigkeiten im Rahmen eines speziellen Tests gibt weiterhin Aufschluss über die vorhanden Fähigkeiten und Neigungen der Neuankömmlinge. Danach kann die berufliche Qualifizierung in dem selbst gewählten Berufsfeld beginnen.

Zusätzlich zu den Bemühungen im Berufsbildungsbereich übernimmt Claus Maier seit mehreren Jahren als Fachkraft für berufliche Integration die Vermittlung von Werkstattmitarbeitern der Behindertenhilfe Bergstrasse in Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes. Er stellt den Kontakt zum Arbeitgeber her, fördert und begleitet kontinuierlich die berufliche Teilhabe von Beschäftigten aus der Werkstatt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dass man trotz Beeinträchtigung den Sprung in die Arbeitswelt schaffen kann, belegen die durch seinen Einsatz zustande gekommenen betriebsintegrierten Beschäftigungsplätze. Hierbei sind die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten vorstellbar – ob in einer Bäckerei, im Krankenhaus, im Kindergarten, im Bereich der Landschaftspflege oder der Lager- und Entsorgungsarbeiten. Es gibt eine Vielzahl von Chancen, um sich fachlich in die freie Wirtschaft zu integrieren und als Mensch mit Behinderung wertvolle Unterstützung zu leisten. So konnten bereits in vielen Firmen und Einrichtungen im Kreis Bergstraße und Umgebung Beschäftigungsplätze etabliert werden und im Sinne der Inklusion ein wichtiger Beitrag zur Teilhabe der Menschen mit Behinderung an der Gesellschaft geleistet werden.