Kreativ, engagiert und immer auf Abruf
Verdiente Mitglieder der Feuerwehr Zwingenberg freuen sich über Anerkennungsprämien
ZWINGENBERG (dec), Die Jahreshauptversammlung der Zwingenberger Feuerwehr zeigte vor allem eines: Nur mit Freude an der Sache kann man so engagiert agieren. 2012 leisteten die Feuerwehrleute aus Zwingenberg bei 36 Einsätzen 561 Einsatzstunden, zusätzlich nahmen sie an 1226 Ausbildungsstunden teil – und trotzdem kam das gemeinsame Feiern nicht zu kurz. Das zeigen die zahlreichen Veranstaltungen, die die Feuerwehr organisierte oder an denen sie mitwirkte.
Doch bei allem Spaß richtete der Wehrführer der Zwingenberger Feuerwehr auch den Blick auf ein ernstes Thema: Wie wird die Einsatzfähigkeit, gerade tagsüber, auch in Zukunft gesichert? Immer mehr Menschen arbeiten weit entfernt vom Wohnort. Sie können nicht, wenn ein Notfall kommt, schnell mal den Arbeitsplatz verlassen und zum Einsatz eilen. Umso mehr freut sich die Feuerwehr Zwingenberg über langjährige treue Mitglieder, die aktiv am Vereinsleben teilnehmen und ihr Wissen und ihre Erfahrung zur Verfügung stellen. Lutz Machleid ist einer von ihnen – er erhielt dafür eine besondere Auszeichnung vom Deutschen Feuerwehrverband.
Seit langen Jahren engagiert er sich in der Zwingenberger Feuerwehr und dort insbesondere in der Jugendwehr, nun wurde er im vergangenen Jahr auch zum Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt. Dafür zeichnete ihn Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber aus. Anerkennungsprämien des Landes Hessen hatte Zwingenbergs Bürgermeister Dr. Holger Habich im Gepäck. Er überreichte sechs verdienten Mitglieder der Zwingenberger Wehr Anerkennungsurkunden und damit verbunden auch jeweils einen Scheck über 1.000,- bzw. 500,- Euro. Aber sein Dank galt selbstverständlich allen Mitgliedern der Feuerwehr Zwingenberg, das brachte er in seinen Grußworten deutlich zum Ausdruck. Und der Appell von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, auch in Zukunft immer ein offenes Ohr für die Belange der Feuerwehrleute zu haben, kam bei Bürgermeister Dr. Habich und dem Stadtverordnetenvorsteher Kühnhold sicher an.
Schließlich hatte die Stadt Zwingenberg auch im vergangenen Jahr die Feuerwehr immer unterstützt. Das betonten sowohl Wehrführer Reiner Schellhaas als auch der erste Vorsitzende der Feuerwehr Helmut Trautmann in ihren Jahresberichten.Umgekehrt rückte die Feuerwehr aber auch zu zahlreichen Einsätzen aus. Neben zahlreichen technischen Hilfeleistungen im Februar des vergangenen Jahres aufgrund des strengen Frosts, sicherte die Wehr die Landung des Rettungshubschraubers im September, half bei einem schweren Verkehrsunfall, leuchtete einen Tatort aus und zum Jahresabschluss rückte das Team am Silvesterabend zu einem Brandeinsatz aus. Glücklicherweise war dieser bis 23.40 Uhr beendet, so dass auch die Feuerwehrleute mit Freunden und Familie ins neue Jahr starten konnten.
Einen traurig-kuriosen Einsatz mussten die freiwilligen Helfer am 9. November leisten. Für diesen Tag war eine Weiterbildung zum Thema Suizid und Evakuierungsmaßnahmen geplant. Noch vor dem Termin am Abend wurden die Feuerwehrleute genau zu einem solchen Einsatz im Zwingenberger Bahnhof gerufen. Die Weiterbildung wird nun in diesem Jahr stattfinden.
Zünftig gefeiert wurde laut dem Bericht des Wehrführers beim Jahresausflug auf Schloss Auerbach beim Halloween Rittermahl. Eine schöne Wanderung zum Schloss, gutes Essen und ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm kamen sehr gut bei den Feuerwehrleuten an. Besonders freuten sich die Vereinsverantwortlichen und auch die Vertreter der Stadt Zwingenberg über die gute Kinder- und Jugendarbeit der Feuerwehr. Die Florianszwerge, unter anderem betreut von Ute Kohler und auch die Jugendwehr, die Stefan Diefenbach führt, bringen frischen Wind in die Feuerwehr und sorgen für Nachwuchs in der aktiven Wehr. So legten im vergangenen Jahr beim Kreis-Jugendzeltlager der Feuerwehren in Bürstadt Nachwuchs-Feuerwehrleute aus Zwingenberg und Rodau gemeinsam die Prüfung zur höchsten Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr (Leistungsspange) ab, die eine intensive Vorbereitung erforderte.
Die neun Jugendlichen absolvierten erfolgreich sowohl den feuerwehrtechnischen als auch den allgemeinen Prüfungsteil sowie die sportlichen Prüfungen. Beim Ausflug mit Zwingenbergs Bürgermeister Dr. Holger Habich auf die Sommerrodelbahn, beim Wandertag in Schlierbach und auch bei der Weihnachtsfeier im Schwimmbad in Weinheim stand dagegen der Spaß im Vordergrund.
Erfreulich war auch der Bericht der Musikgruppen der Feuerwehr. Sie konnten erstmals seit Jahren eine Stabilisierung der Zahl der Mitspieler vermelden. So können auch in Zukunft viele Veranstaltungen musikalisch umrahmt werden – 2012 waren es 35 an der Zahl. Insgesamt trägt die Feuerwehr auch durch ihre Theatergruppe und ihre Kappensitzung sowie die regelmäßigen Aktivitäten der Alters- und Ehrenabteilung zum kulturellen Leben in Zwingenberg maßgeblich bei. Nach den Berichten aller Abteilungen und des Rechners wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Es folgten die Ehrungen sowie die Grußworte von Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Bürgermeister Dr. Holger Habich wie Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Kühnhold.
Unser Foto zeigt (v.li.) den stellvertretenden Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Zecher, Marcel Rohde (Übernahme in die Einsatzabteilung), Dieter Rhein (40 Jahre aktiver Dienst), Kreisbrandmeister Volker Steiger, Jürgen Künz (40 Jahre), Bürgermeister Dr. Holger Habich, Stadtbrandinspektor Reiner Schellhaas (30 Jahre), Stadtverordnetenvorsteher Ulrich Kühnhold, Lutz Machleid (ausgezeichnet mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber), Willi Dörner (30 Jahre), Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, Helmut Trautmann und den Ehrenvorsitzenden des Kreises Herbert Funk.
Foto: Stefan Oelsner

