Null Chance gegen den Liga-Primus aus Bietigheim
Flames verlieren das Spitzenspiel 25:29
BENSHEIM, April 2013 (meli), Deutlich bekamen die Handball-Damen der HSG Bensheim im Spitzenspiel der 2. Handball-Bundesliga gegen das Team aus Bietigheim ihre Grenzen aufgezeigt. Am Ende siegten die Spielerinnen von Trainerguru Dako Leukefeld mit 29:25 und sicherten sich damit den umjubelten Aufstieg. Den hat das Team aus Bensheim jedoch noch keinesfalls außer Sichtweite. Nach wie vor rangiert die Truppe von Trainer Thorsten Schmid auf dem zweiten Tabellenplatz und hat es in eigener Hand, sich den Traum der ersten Handball-Bundesliga zu erfüllen. Drei Spiele stehen noch aus, jedoch alle auswärts.
Das Spiel gegen den Tabellenprimus begannen die Flames unglaublich unsicher und voller Hemmungen. Überhaupt nicht zu verstehen, warum sich Lauenroth, Hermenau und Co. sich so unter Druck gesetzt fühlten. Niemand hatte von ihnen einen Sieg über die souveränen Damen aus Bietigheim verlangt. Oder war es vielleicht die Kulisse verantwortlich, es fanden über 1200 Zuschauer den Weg in die Weststadthalle, das die Flames ganz besonders im ersten Abschnitt überhaupt nicht zu ihrem Spiel fanden. Schnell führten die Gäste mit 6:1 (9. Spielminute) und es sah nach 25 Minuten (6:15) nach einer herben Klatsche aus. Doch im zweiten Abschnitt besannen sich die Damen ihrer Stärke, die Ansprache in der Kabine von Coach Thorsten Schmid trug Früchte. Mehrmals konnten sie den Abstand auf vier Tore verkürzen, ohne jedoch eine Chance zu Wende zu haben. Letztlich musste man die Stärke der Bietigheimer Damen anerkennen, die sich nach dem 29:25-Erfolg in den Armen lagen und frentisch jubelten. Gleichzeitig hatten nämlich die Damen aus Celle einen Punktverlusst hinnehmen müssen, und damit war der Aufstieg perfekt. 200 mitgereiste Fans ließen die Damen ohne Sektdusche nicht in die Kabine.
Die Flames haben nun noch drei schwere Aufgaben zu bewältigen. Zuerst geht es zum Derby nach Ober-Eschbach, anschließend die lange Fahrt zum TSV Harrislee. Den Abschluss der Auswärtsfahrten führt nach Dortmund. Dort könnte es zum einem echten Endspiel um den Aufstieg in die Beletage des Handballs kommen.
Bekannt wurde auch, dass die Shooterin der Flames, Laura Magelinskas den Verein verlassen wird. Sie schließt sich dem HSG Blomberg-Lippe an. Ihr Lebensgefährte Thomas Bauer heuterte beim TBV Lemgo an. Beide haben damit Clubs in der ersten Bundesliga gefunden, die nur 20 Kilometer voneinander entfernt sind.
Für die Flames spielten:
Radke, Veith – Lauenroth 4, Hertlein, Bartaseviciene 8, Diehl 3, Kleinjung 2, Hermenau 1, Klein, Groetzki 1, Moser, Magelinskas 6/2.
Alle Fotos: Jürgen Pfliegensdörfer
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