Bensheim

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, Schirmherrin über den Karl Kübel Preis 2013. Foto: Laurence Chaperon
07. Mai 2013 

Karl Kübel Preis 2013: Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer übernimmt Schirmherrschaft

Fünf Projekte wurden nun für die hoch dotierte, bundesweit ausgeschriebene Auszeichnung nominiert

BENSHEIM, Mai 2013 (meli), Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, übernimmt die Schirmherrschaft des mit 50.000 Euro dotierten Karl Kübel Preises 2013. Mit der Auszeichnung würdigt die Karl Kübel Stiftung in diesem Jahr herausragende Projekte zum Thema Inklusion mit dem Schwerpunkt Migration – der selbstverständlichen gesellschaftlichen Teilhabe von Familien mit und ohne Migrationserfahrung. Von den eingegangenen knapp 150 Bewerbungen wurden nun fünf von der Stiftung nominiert.

Der Stiftungsratsvorsitzende der Karl Kübel Stiftung, Matthias Wilkes, zeigt sich sehr erfreut über die Zusage zur Schirmherrschaft: „Staatsministerin Professor Maria Böhmer ist die ideale Schirmherrin für den Karl Kübel Preis 2013. Sie unterstützt ganz grundlegend die Ziele, die wir mit der diesjährigen Preisvergabe verbinden: Projekte und Initiativen zu würdigen, die die selbstverständliche Teilhabe aller Familien vorbildlich fördern und in denen die Potentiale der Menschen und nicht deren vermeintliche Andersartigkeit im Mittelpunkt stehen.“

„Ich habe mich sehr über die Einladung der Karl Kübel Stiftung gefreut“, erklärt Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. „Die Karl Kübel Stiftung setzt mit ihrer diesjährigen Auszeichnung ein deutliches Zeichen für gelingende Integration und gleichberechtigte Teilhabe. Beides gehört untrennbar zusammen. Denn die Zukunftsfähigkeit unseres Landes wird wesentlich davon abhängen, wie unser Zusammenleben gelingt.“

Die fünf nominierten Bewerber kommen aus vier verschiedenen Bundesländern: Bayern, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Es sind die Projekte SAM (Soziale Dienste afrikanischer Migranten) aus Essen, Diesterweg-Stipendium der Stiftung Polytechnische Gesellschaft aus Frankfurt/ Main, 1000 und 1 gute Tat des Aufbruch Neukölln e.V. in Berlin, Eltern aktiv des IfF Refugio e.V. aus München und das Internationale Frauenund Mädchenzentrum e.V. in Nürnberg. Für den Karl Kübel Preis 2013 haben sich fast 150 Organisationen und Initiativen aus dem gesamten Bundesgebiet beworben.

„Es war äußerst schwer, aus dieser Vielzahl sehr guter Projekte fünf zu nominieren. Bei der Durchsicht der Bewerbungen zeigte sich, dass es bereits zahlreiche äußerst engagierte Aktivitäten gibt, die sich für die Teilhabe und Teilnahme aller Familien mit ihren jüngsten Kindern am gesellschaftlichen Leben in Deutschland einsetzen“, so Daniela Kobelt Neuhaus vom Vorstand der Stiftung, und: „zum Glück haben wir ein Gremium aus kompetenten Fachexperten, das uns bei dieser Aufgabe unterstützt.“

Die Mitglieder des unabhängigen Expertengremiums sind:
• Dr. Mehmet Gürcan Daimagüler, Rechtsanwalt und Strategieberater;
• Bernd Hock, Diplom-Pädagoge, Psychotherapeut und Entertainer;
• Johanna Kotschi, Leiterin des Referats Internationale Familienpolitik, Zuwanderung und gesellschaftliche Integration im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend;
• Maria Ringler, Verband binationaler Familien und Partnerschaften (iaf e.V.);
• Kathrin Succow, Stiftungsratsmitglied der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur.

Das Gremium hatte dem Stiftungsrat nach intensiver Beratung Empfehlungen für die Nominierungen zum Karl Kübel Preis ausgesprochen. Bis zu drei der Nominierten werden den Preis im Rahmen der feierlichen Verleihung am 6. September in der Frankfurter Paulskirche erhalten.

Der Karl Kübel Preis stellt die höchst dotierte Auszeichnung für beispielhaftes Engagement im Bereich „Frühe Kindheit“ in Deutschland dar. Seit 2010 wird er jährlich für ein wechselndes Schwerpunktthema ausgeschrieben. Der Preis ging 2010 an das Bildungsforum Mengerskirchen (Hessen); im Jahr 2011 gab es drei Preisträger: das Projekt Familien lernen Zukunft in Minden (Nordrhein-Westfalen), den Lernort Bauernhof Hofgut Oberfeld in Darmstadt (Hessen) und die Initiative kikuna in Dornstadt (Baden-Württemberg); 2012 hat das in Hamburg ansässige Bildungshaus Lurup den Preis gewonnen.

Mehr Informationen unter www.karlkuebelpreis.de