Großer Sonntag für Lorsch
Gleich vier Anlässe laden zum Verweilen
LORSCH, Mai 2013 (meli), Stets am ersten Sonntag im Juni feiert man in Deutschland den „Welterbetag“. Diese Veranstaltung soll den Bürgerinnen und Bürgern ihr jeweiliges Welterbe näher bringen. Als bewährte Zwillingsveranstaltung feiert schon seit einigen Jahren der Geo-Naturpark Bergstraße Odenwald parallel dazu in Lorsch als Abschluss der Geo-Naturparkwoche den „Geo-Naturparktag“. Doch damit nicht genug: Auch der in zweijährigem Rhythmus stattfindende, außerordentlich beliebte „Tag der offenen Gärten und Höfe“ findet am zweiten Juni einmal mehr in Lorsch statt. Und – passend zu diesem Thema – wird man dann den frisch angepflanzten öffentlichen Pfingstrosengarten mit einem kleinen Pfingstrosenmarkt eröffnen. Dreh- und Angelpunkt aller Festivitäten ist das Areal hinter dem Museumszentrum bis hoch zum Platz am Pavillon.
Welterbetag
„Sind wir nicht alle ein bisschen Lorsch?“ ist der diesjährige Welterbetag in Lorsch augenzwinkernd überschrieben (14–20 Uhr). Hintergrund ist das Modell regionaler Partnerschaften mit dem Weltkulturerbe: Gemeinden, die einen historische Bezug zum Kloster haben oder Projekte initiieren, die sich mit den Themen des Klosters innovativ auseinandersetzen, sollen einen besonderen Status in ihrer Verbindung zum Welterbe erlangen können. 2013 wird am Welterbetag die erste Partnerschaft öffentlich geschlossen werden. – „Was geht eigentlich vor in Lauresham“, dieser Frage werden Kinder und Jugend-Reporter nachgehen. Denn diese – und nur diese – bekommen Zutritt ins gerade entstehende Freilichtlabor im Klosterfeld. Um anschließend die Gäste des Welterbefestes mit ihrer Exklusiv-Berichterstattung zu informieren. Kein Fest ohne gutes Essen und Trinken, auch dafür ist bestens gesorgt. Aber auch nicht ohne gute Musik: Die L.A. Reed Bigband bildet den launigen Jazz-Abschluss am Stephan Jäger-Pavillon (18.15-20 Uhr).
Geo-Naturparktag
Am chinesischen Freundschaftsstein (vor dem Paul-Schnitzer-Saal) bietet der Geo-Naturpark Informationen und Mitmach-Angebote für die ganze Familie. Ein Barfußpfad, süße Essenzen aus dem Geo-Naturpark, alles rund um internationale Partnerschaften und Steine, Früchte oder gar Pfingstrosen aus Filz. Die Ranger sind mittlerweile berühmt für ihre vielfältigen Vermittlungsangebote, bei denen sich immer alles um die Natur dreht und um die vielen Möglichkeiten, die Wunder unserer Region zu erfahren. „Wir bieten einmal mehr die bewährte Mischung aus Entdecken, Erleben und Genießen“, so Dr. Jutta Weber vom Geo-Naturpark. Zum Abschluss der Geo-Naturparkwoche wird man all dies in Lorsch machen können (14–18 Uhr).
Tag der offenen Gärten und Höfe
Ein Veranstaltungsformat, das von Anfang an unglaublich gut einschlug: Auf der (Fahrrad-)Safari durch Lorscher Privatgrundstücke hat sich schon mancher viele gute Anregungen geholt. Und man staunt nicht schlecht, was sich hinter den Hoftoren und Gartenpforten der Mitbürger so alles an Paradiesischem verbirgt. 22 Anwesen öffnen in diesem Jahr die Zugänge zu ihren grünen Oasen und laden zum Besuch. Ist man mehr von den gärtnerischen Kleinoden oder von der Offenheit und Gastfreundlichkeit der Leute entzückt? Schwer zu sagen – doch lohnenswert ist ein Streifzug durch die Lorscher Gärten in jedem Fall (10–17.30 Uhr).
Eröffnung des Pfingstrosengartens
Es gibt keine Gemeinde in Deutschland, die sich der (auch „Benediktiner-Rose“ genannten) Päonie annimmt. Die Pfingstrose ist eine uralte Heilpflanze, die wir heute fast nur noch als duftende Prachtstaude kennen. Doch die Mönche wussten es besser und brachten sie einst über die Alpen nach Norden in die klösterlichen Kräutergärten. Lorsch hat nun auf dem Gelände der evangelischen Kirche einen Lehr- und Schaugarten angelegt, der sich der faszinierenden Pfingstrose widmet. Auf Initiative des KULTour-Amtes hat die Kräutergruppe des Heimat- und Kulturvereins hier hart gearbeitet und wird den Garten am 2. Juni vorstellen (15.30 Uhr). Der angegliederte kleine Pfingstrosenmarkt mit Pfingstrosensprechstunde und zwei Fachvorträgen geht von 14-18 Uhr.
Info
Den Flyer zum Veranstaltungsquartett am 2. Juni gibt es in der Tourist-Info im Alten Rathaus, in der Bürgerinfo im Stadthaus, in der Geopark-Geschäftsstelle und im KULTour-Amt der Stadt. Außerdem auf der Homepage der Stadt Lorsch als Download.
