Kugelschreiberkrickelei und Kombinations-Kunst
Melibokus Rundblick Redakteurin Petra Emmerich freut sich über ihre erste Ausstellung im Griesheimer Kulturverein
GRIESHEIM, Mai 2013 (pem), Den Kugelschreiber in der Hand für Notizen aus denen Artikel ausgearbeitet werden über Veranstaltungen, Personen- und Vereinsporträts. So kennt man die Melibokus Rundblick Redakteurin auf dem lokalen Parkett. Dass, das Gerät in ihrer Hand nicht nur zum Schreiben dient, ahnt kaum jemand.
„Seit ich in der Lage bin einen Stift zu halten, war Zeichnen etwas, was mich faszinierte, was ganz und gar zu mir gehörte. Schon seit der frühen Kindheit bedeutete es mir viel mehr, als Hobby oder Zeitvertreib“, erklärt Petra Emmerich. Ein ganz eigenartiges Wohlgefühl verband sie mit der kreativen Tätigkeit. Entrückt sein in eine eigene Welt, die man selber gestalten und beherrschen kann. Es stärkt das Selbstbewusstsein, denn man findet ganz zu sich, wird eins mit dem, was man tut.“ Diese seligen Momente prägten sich so tief ein, dass Petra Emmerich immer wieder daran an zu knüpfen versuchte.
Kreativität bezeichnet sie als ihr Lebenselixier. „Das Zeichnen ist der Weg zur Ruhe für mich.“ Daraus entwickelte sich eine spezielle Form künstlerischen Arbeitens. Spontan, impulsiv, unkritisch gegenüber Materialien: ein Kugelschreiber, wahlloses Papier, Krickelage, als probiere man den Stift aus. Das ist die Basis aus der Figuren entstehen, bewegt, feenhaft, pflanzenartig.
Die Figuren bekommen später einen Hintergrund. Ohne vorab eine Bildidee zu entwickeln, aus formalästhetischen Erwägungen und einem unbändigen Harmoniebedürfnis heraus werden sie angesiedelt auf Reisefotos, Reklamebildern, Geschenkpapier, Postkarten – allem, was buntbedruckt ist. Durch schwache Kolorierung kommen die Figuren in Kontakt mit ihrer Umgebung. Trotzdem behält alles vorläufigen Charakter, sie sind nur mit Tesastreifen fixiert und können jederzeit neu gruppiert auf anderen Flächen auftauchen. „Nix ist fix – wie im Leben selber und der spielerische Moment soll immer als Möglichkeit offen bleiben“, erklärt die kreative Redakteurin.
Über 50 Arbeiten bizarr, individuell und originell zeigte der Griesheimer Kulturverein mit dem Ausstellungstitel „Nachlässig“.
„Den Öffentlichkeitstest hat meine visuelle Seelenpoesie tatsächlich bestens bestanden und natürlich möchte ich jetzt gerne noch an anderen Orten ausstellen. Außerdem biete ich Workshops an. Künstlerisch-spielendes Schaffen ist das beste Mittel zur Stärkung und Entspannung. Jeder Mensch hat Kreativität und sollte sie genießen!“
