Kreis Bergstrasse

Los geht die Fahrt zum Einsatz in Dresden. Foto: J. Draser
09. Juni 2013 

Wachablösung

Freiwillige Feuerwehren aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg sind zum Hochwasser-Einsatz nach Dresden aufgebrochen

DARMSTADT-DIEBURG, Juni 2013 (meli), Trotz des schönen Wetters der letzten Tage, besteht in weiten Teilen Deutschlands nach wie vor Katastrophenalarm wegen der großen Regenmengen in den Wochen davor. Aufgrund eines Hilfeersuchens des Freistaates Sachsen bei den anderen Bundesländern, hat Hessen im Rahmen eines bestehenden Alarmplanes die Unterstützung durch Feuerwehren und
Rettungsdiensten organisiert.

Nach Rückmeldung von Einsatzkräften aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, die sich seit einigen Tagen im Rahmen dieses Hilfeersuchen im Großraum Dresden im Einsatz befinden, ist die Situation in vielen Landstrichen immer noch sehr bedrohlich. Halten die Dämme? Wie hoch kommt die Scheitelwelle der Elbe? Das sind die aktuellen Fragen, mit denen sich Einsatzkräfte und Bewohner befassen. Auch die ersten Aufräumarbeiten sind im Gang, wo das Wasser abließe kann.

Heute ist für die Kräfte aus dem Landkreis allerdings erst einmal die Ablösung angesagt. Am frühen Morgen kurz nach 06.00 Uhr sind Mannschaften und Gerät aus einer ganzen Reihe von Kommunen von Pfungstadt-West aus nach Dresden aufgebrochen. Dort wird entschieden, wo die Kräfte dann konkret eingesetzt werden. Der Verband steht unter der Leitung von Ralf Maurer (SBI Weiterstadt) und Stefan Katzer (stellv. GBI Seeheim-Jugenheim).

Insgesamt handelt es sich um 70 Kräfte von Freiwilligen Feuerwehren und DRK mit insgesamt 18 Fahrzeugen. Die Fahrzeuge sind teilweise mit speziellen Gerätschaften beladen, die für das Abpumpen von Schmutzwasser aus tiefer gelegenem Gelände und aus Gebäuden geeignet sind. Ralf Maurer geht davon aus, dass zunächst noch Dämme gesichert werden müssen. Im weiteren Verlauf des Einsatzes kann gegebenenfalls bei den Aufräum- und Abpumparbeiten unterstützt werden.

Der Einsatz dieser Einheiten ist vom Hessischen Innenministerium für 6 Tage angesetzt. Ob danach noch weitere Kräfte den Einsatz ablösen, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.
Es wird weiter berichtet.

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