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Büchner200: Ernst Büchner – Versuchter Selbstmord mit Stecknadeln
22. August 2013 @ 19:45
Büchner200: Ernst Büchner – Versuchter Selbstmord mit Stecknadeln
Der Herausgeber Heiner Boehncke liest und erzählt
VVK 5 €
AK 5 €
Einlass 19.45 Uhr
Versuchter Selbstmord mit Stecknadeln: Über Ernst Büchner
Ernst Büchner, der Vater von Georg Büchner, war Mediziner und hatte seit 1816 in Darmstadt die Stelle als Stadtphysikus und Hospitalsarzt inne. Nicht nur an seinen Patienten, sondern auch an sich
selbst stellte er Versuche an, um sein medizinisches Wissen zu vergrößern, worüber die „Allgemeine Literatur-Zeitung“ unter der Überschrift „Versuchter Selbstmord durch Verschlucken von Stecknadeln vom Assessor Dr. Büchner“ seinerzeit berichtete: „Ein interessanter Fall, der abermals, wie fast alle ähnlichen, ein junges Mädchen betraf. Es waren im Ganzen 95 Nähnadeln, 82 Stecknadeln und eine Stopfnadel abgegangen; und von noch 166 Nadeln blieb es ungewiß, ob sie wirklich ausgeleert worden, oder nicht.“ In ihrem im März erschienenen Buch präsentieren die beiden Literaturwissenschaftler Heiner Boehncke und Hans Sarkowicz eine Sammlung der lange verschollenen gerichtsmedizinischen Gutachten Ernst Büchners, die nicht nur als mögliche Vorlagen für das literarische Werk Georg Büchners in Betracht kommen, sondern auch Einblicke in die medizinische Entwicklung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erlauben. Im Rahmen von Büchner200 ist Heiner Boehncke am Donnerstag, dem 22. August, in der BüchnerBox zu Gast, um mit einem Vortrag und einer Lesung an Ernst Büchner zu erinnern.
Weitere Informationen unter www.boehncke.com und www.suhrkamp.de/buecher/ernst_buechner