Bastelgeschenke erfreuen – Kinderlächeln beglückt
Die Gruppe „JA – Jung und Alt gemeinsam“ besuchte und beschenkte in ihrer traditionellen Adventsaktion Bewohner der Seeheim-Jugenheimer Seniorenheime
SEEHEIM-JUGENHEIM, Januar 2014 (pem), Generationsgeschenke tauschen die Mitglieder der Gruppe „JA-Jung und Alt gemeinsam“ das ganze Jahr über aus: Ältere Herrschaften ersetzen die oft vor Ort fehlenden Großeltern. Sie widmen Kindern ihre Zeit. Von familiären Querelen unbelastete „Wahlverwandtschaft“ sichert eine vertrauensvolle Basis und die Kleinen profitieren von den Qualitäten des dritten Lebensalters, wie Gelassenheit, Geduld, Toleranz, Humor und Erfahrung.
Gemeinsamkeitserlebnisse zu sammeln, steht bei den vielen Aktivitätsangeboten der Gruppe im Mittelpunkt. Das Basteln ist ein fester Bestandteil und schon früh beginnt die Sortimentsgestaltung für den Martinsmarkt. Der größte Teil der Kunsthandwerkerei aus Papier und Filz entsteht in verschiedenen Techniken unter den regen Erwachsenen- und Kinderhänden, um verschenkt zu werden. Seit 2006 ist es Tradition die Seniorenheime der Gemeinde zu besuchen.
„Schenken heißt an andere denken“, betont Erika Witt, die Leiterin der Gruppe. „Natürlich kümmert man sich überall gut um die Bewohner, doch vielen fehlt einfach der Kontakt und die individuelle Ansprache. Direkt auf die Menschen zuzugehen, das liegt uns am Herzen.“ Es ergeben sich dabei zu tiefst berührende Momente: selbst die von Sorgenfalten gefurchten Gesichter entspannen sich und heitern sich auf, wenn Kinderaugen sie anstrahlen und mit garnicht schüchternem Lächeln ihr kleines Präsent dem alten Menschen überreichen. Ein bisschen Neugier, ein bisschen Stolz und viel unvoreingenommene Offenheit schwingt darin mit. Jeder bekommt sein eigenes Geschenk und jedes ist individuell gestaltet, kein Stück gleicht dem andern, ob bei Transparenttannenbäumchen und -sternchen, Filzschutzengel und -Elfen oder bei den edel und aufwendig gearbeiteten Grußkarten. Die Bastelgeschenke erfreuen die Senioren, doch die zutrauliche Sympathie der Kinder beglückt noch inniger. Die Dekoration wird in den manchmal kargen Zimmern einen Ehrenplatz bekommen.
Die Beschenkaktion umrahmt JA mit einem bunten Darbietungsreigen. Im Seniorenheim Tannenberg begrüßte die Heimleitung die Mitglieder in dem bereits adventlich hergerichteten Gemeinschaftssaal bei der gemütlichen, vorweihnachtlichen Kaffeerunde der Bewohner. Erika Witt moderierte das kleine Programm, das der Chor der Kita Windrad musikalisch eröffnet. Sangeskräftige Eltern begleiteten die hellen Kinderstimmen.
„Ich freue mich besonders, dass so viele Erwachsene sich beginnen ganz engagiert bei uns einzubringen. Die Aufmerksamkeit für die Bedeutung Generationen übergreifender Projekte ist gewachsen“, erklärt Erika Witt. Die Saat, die in unermüdlicher einsatz- und ideenreicher Kontinuität von der Gruppe gelegt wurde, beginnt jetzt aufzugehen und Früchte zu tragen.
Viel Vergnügen bereitete es den Senioren auch, nicht nur zu hören, sondern auch kräftig selber aus dem altvertrauten Melodienschatz zu schöpfen. Helmut Hanselmann unterstützte als ehemaliger Chorleiter mit geübt gefälliger Klavierbegleitung das gemeinsame Singen. Bewohner, die ihre Zimmer nicht verlassen können, wurden inzwischen von JA-Kindern besucht. So brauchten sie auf Gesangs- und Gedichtvorträge nicht zu verzichten. Einen bunten Kranz aus humorvollen und besinnlichen Geschichten, Jahreszeitenlyrik und guten Gedanken wanden zum Abschluss vornehmlich die JA-Mitglieder, die auch im übrigen Jahr als Lesepaten in Kindergärten, Schulen oder eben auch Seniorenheimen unterwegs sind.
Ein Nachmittag voll Geben und Nehmen – und nichts macht dabei so froh, wie die Freude des anderen zu spüren. Da schlagen Senioren- und Kinderherzen im Gleichtakt.

