Bensheim

Pianist Herbert Schuch und das „Sebastian Manz Bläserquartett“.
07. Februar 2014 

Pianist Herbert Schuch und das „Sebastian Manz Bläserquartett“ im Parktheater Bensheim

BENSHEIM, Februar 2014 (meli), Ein Publikumsliebling kommt wieder, im starken Verbund von fünf Musikerkollegen: Der Pianist Herbert Schuch war schon vor vier Jahren in der Konzertreihe der Kunstfreunde Bensheim zu hören. Er blieb in Erinnerung als einer, der zu Recht für internationales Aufsehen sorgte! Er war es, der in Folge drei bedeutende Wettbewerbe für sich entschied, den Casagrande-Wettbewerb, die London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb in Wien.

Herbert Schuch ist am 15. Februar (Samstag) erneut im Parktheater zu Gast, dieses Mal in Begleitung einer Gruppe junger, hochkarätiger Bläser. Allesamt sind Preisträger des ARD Musikwettbewerbes: Ramón Ortega Quero, der Solo-Oboist des Orchesters des Bayerischen Rundfunks, der Klarinettist Sebastian Manz, Solist im SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, David Alonso, Solohornist beim Orquesta de la Comunidad Valencia sowie Marc Trénel, Solo-Fagottist im Orchestre de Paris. Das Bläserquartett firmiert unter dem Namen „Sebastian Manz Bläserquartett“. Zusammen mit Herbert Schuch erhielten die Musiker 2012 für die Aufnahme der Quintette von Mozart und Beethoven den Echo Klassik in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“.

Einige dieser Quintette, mit deren Einspielung die Musiker jene prominenteste Auszeichnung erhielten, sind Teil des Bensheimer Konzertprogramms.

Ludwig van Beethovens Quintett Es-Dur op. 16 – oder „Quintett auf dem Fortepiano mit 4 blasenden Instrumenten akkompagnirt“ – entstand 1796, wahrscheinlich während Beethovens großer Konzertreise durch Berlin, Prag und Dresden. Die Komposition gehört zu Beethovens Frühwerk, das noch stark an Haydn und Mozart orientiert ist, insbesondere an Mozarts Quintett in Es-Dur, welches ebenfalls Teil des Programms ist. Dies bietet die schöne Gelegenheit, an einem Abend die Parallelen und Unterschiede der beiden Werke zu verfolgen.

Ein weiteres Werk von Wolfgang Amadeus Mozart erklingt mit dem Rondo für Klavier in a-moll DV 511. Es entstand im März 1787 in Wien als der Mozart an seinem „Don Giovanni“ arbeitete und wenige Monate, bevor er „Eine kleine Nachtmusik“ schrieb. Der dritte Komponist des Abends ist Carl Philipp Stamitz. Sein Quartett Nr. 2 op. 8 ist ein eher selten gespieltes Werk für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott.

An Biographischem sei über die fünf talentierten, jungen Musiker noch folgendes erwähnt:

Herbert Schuch (Klavier)
Herbert Schuch, geboren 1979 ist Temeschburg in Rumänien erhielt bereits mit sechs Jahren Klavierunterricht und wurde parallel dazu auf der Geige ausgebildet.
Seine musikalischen Studien absolvierte er bei Kurt Hantsch und dann bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum. In jüngster Zeit erfährt Herbert Schuch in besonderer Weise Prägung in der Arbeit mit Alfred Brendel. Der Pianist konzertiert mit international bedeutenden Orchestern und ist immer wieder Gast bei großen Festspielen. Er engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation ,,Rhapsody in School”, welche sich für die Vermittlung von Klassik in Schulen einsetzt.

Sebastian Manz (Klarinette)
Der Klarinettist Sebastian Manz, Enkel des legendären russischen Geigers Boris Goldstein, hat mit einem sensationellen Erfolg beim internationalen Musikwettbewerb der ARD in München 2008 für Aufsehen gesorgt: er gewann dort nicht nur den seit 40 Jahren nicht mehr vergebenen 1. Preis in der Kategorie Klarinette, sondern auch den begehrten Publikumspreis sowie weitere Sonderpreise. Einige Monate zuvor hatte er mit seinem Klavierpartner Martin Klett den Deutschen Musikwettbewerb gewonnen. Seitdem gehört Sebastian Manz zu den gefragtesten Solisten und Kammermusikern seiner Generation.

Ramón Ortega Quero (Oboe)
Der Oboist Ramón Ortega Quero stammt aus Granada und erhielt am dortigen Konservatorium schon früh eine fundierte Ausbildung bei Miguel Quirós. Mit zwölf Jahren wurde er ins Andalusische Jugendorchester aufgenommen, 2003 holte ihn der Dirigent Daniel Barenboim ins „West-Östlicher Diwan-Orchester“. Gregor Witt, Solo-Oboist in Barenboims Berliner Staatskapelle, nahm den Hochbegabten unter seine Fittiche, wurde sein Mentor und betreute seinen künstlerischen Werdegang.
Internationale Aufmerksamkeit als Solist erlangte der junge Spanier, als er 2007 zum Ersten Preisträger beim ARD-Wettbewerb in München gekürt wurde. Seit Frühjahr 2008 hat er die Stelle des Solo-Oboisten des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Chefdirigent Mariss Jansons inne und arbeitet dort mit weltbekannten Dirigenten.

Marc Trénel (Fagott)
Marc Trénel begann im Alter von acht Jahren Fagott zu spielen. Seit 1999 ist er erster Fagottist im Orchestre de Paris und seit 2008 erster Fagottist im Tonhalle-Orchester Zürich. Beim ARD-Musikwettbewerb 2008 wurde er mit einem ersten Preis ausgezeichnet. Dies geschah bei diesem bedeutenden Wettbewerb erstmals für das Fach Fagott!

David Fernández Alonso (Horn)
David Fernández Alonso ist zur Zeit Solo-Hornist im Valencia Opera Orchestra.
Er arbeitet mit namhaften, internationalen Orchstern und Dirigenten zusammen, so zum Beispiel mit Lorin Maazel, Zubin Mehta, Kurt Masur, André Previn, Pierre Boulez und vielen anderen. Als Mitglied des Miro Ensembles gewann er den ersten Preis und den Publikumspreis beim ARD Musikwettbewerb.

Karten für das Konzert am 15. Februar im Parktheater Bensheim gibt es im Vorverkauf in der Bücherstube Deichmann, per Mail unter karten@kunstfreunde-bensheim.de und ab 19.15 Uhr an der Abendkasse.