Trainingsspaß mit Kopflegern und Torjägern
Die Handballabteilung des TUS Zwingenberg freut sich über die große Zahl der Teilnehmer am Ostercamp für Kinder und Jugendliche
ZWINGENBERG, Mai 2014 (pem), Wer braucht noch Schulstressentspannung, wenn er auch Sportspaß haben kann? Großer Beliebtheit erfreuten sich die dreitägigen Intensivtrainingscamps, die die Handballabteilung des TuS Zwingenberg in Zusammenarbeit mit dem Förderverein seit 2010 bislang nur in den Herbstferien veranstaltete. Dank begeisterter Mundpropaganda dehnte sich der Kreis der Interessenten stetig aus und erfasste den Raum südliche Bergstraße bis Viernheim. Der starken Nachfrage trug man nun mit einem weiteren Angebot in den Osterferien Rechnung.
Für die erste Gruppe der 6 bis 12-jährigen, von „Mini“ bis B-Jugend meldeten sich vierzig kleine Spieler an. Die C-A Jugend, 13 bis 17 Jahre, war mit zwanzig vertreten. „Da ist schon ganz schön Highlife“, versicherte Trainer Daniel Brendle. Doch der 37-jährige Organisator und Leiter verfügt über ausreichende Erfahrung, um souverän die geballte Bewegungsfreude im Zaum zu halten und die überschwängliche Energie zu kanalisieren.
Das Camp stellt für ihn das Vorspiel zum Wiedereinstieg in den Verein dar. Ab Mai wird er beide Damenmannschaften trainieren. Die Position hatte er bereits inne, bevor ihn der Weg seiner sportlichen Laufbahn für zwei Jahre anderenorts führte.
Unterdessen blieb er dem TuS Zwingenberg jedoch in ehrenamtlicher Tätigkeit verbunden. Sich in der Jugendarbeit zu engagieren, empfindet Daniel Brendle als ebenso herausfordernde wie wichtige Aufgabe. Es ist ihm ein Anliegen, mit dem Nachwuchs eine solide Basis zu erarbeiten, die sich aus allgemeiner Fitness und Beweglichkeit, sowie Handball-spezifischer Technik zusammensetzt. „Man muss sich schon ein bisschen was einfallen lassen, damit alle buchstäblich am Ball bleiben.
Es gilt die Potenziale spielerisch zu erschließen und mit abwechslungsreichem Übungsaufbau die Konzentration zu fördern. Nach einem halben Tag sind die Köpfe schon ziemlich voll. Das hat uns die Praxis gezeigt“, so Brendle. Demnach passte man die inhaltliche Gestaltung der Trainingseinheiten an. Die Vormittagsstunden standen im Zeichen thematischer Schwerpunkte, d.h. bei den Jüngeren die Festigung der Grundlagen wie Fangen und Werfen, Koordination und Motorik. Mit den Älteren steigt man bereits in die Detailverfeinerungen ein und wendet sich strategischen Problemen zu, auch ein Torhütertraining sah das Programm vor. Nach der Mittagspause wurde dann alles Erlernte in einem kompletten Spielverlauf erprobt. Auch Bewegung dient der Entspannung und sich ein wenig „auszupowern“ tut richtig gut!
Vier weitere Vereinsmitglieder (Martin Brand, Kim Borell, Daniela Kaufmann und Jacqueline Werner) unterstützten mit Einsatzbereitschaft, Geduld und Kompetenz Daniel Brendle im Bemühen um reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Im Verein weiß man die erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu schätzen und verzeichnet mit berechtigtem Stolz, dass in dieser Saison bereits neun Jugendmannschaften gemeldet werden können.
Worin liegt die besondere Faszination beim Handballspielen? Daniel Brendle zögert nicht lange und erläutert enthusiastisch: „Es ist eine schnelle, bewegungsintensive und sehr dynamische Sportart. Ausdauer, Kondition, Taktik – alles ist darin gefragt und macht Handball so komplex. Es fallen mehr Tore als im Fußball, d.h. man hat mehr Chancen auf Erfolge und mehr Möglichkeiten, Misserfolge überwinden zu lernen!“
Für Kinder sieht er die entscheidende Bedeutung darin, dass es sich um eine Mannschaftssportart handelt. „Hier haben Egoisten keinen Platz! Man muss sich einbringen und einfügen, jeder erfüllt an seiner Position spezielle Aufgaben.
Ohne dass man sich in die dafür nötige Hierarchie integriert, gelingt nichts, nur in der Gemeinschaft mit einem gut koordinierten Team kommt der Erfolg.“
Das soziale Lernen, das beim Sport einfach nebenbei geschieht, ist für die gesamte Persönlichkeitsentwicklung ein zusätzlicher Gewinn. Schulstressentspannung in den Ferien ist wohl gut, aber mit Bewegung bewegt sich noch mehr!

