Armut im Alter
Thema der Mitgliederversammlung des Kreisseniorenbeirates Bergstraße
BERGSTRAßE, 13. November 2012 (meli), Der Seniorenbeirat des Kreises Bergstraße hatte zu einer weiteren Mitgliederversammlung nach Heppenheim eingeladen. Das Thema „Armut im Alter“, das auch bei den unterschiedlichsten Terminen auftauchte, die in der Metropolregion Rhein-Neckar während der Demografie-Woche (11.-18. 10.) anberaumt waren. Insgesamt fanden ca. 450 Veranstaltungen statt, die allesamt Alters-Schwerpunkte setzten und zu einem großen Teil in die Arbeit des KSB einfließen. Mehrere kurz aufeinander folgende Sitzungen des erweiterten Vorstandes eruieren und sorgen für eine Bearbeitung, ganz nach dem neuen Slogan: Zuhören – Erkennen – Handeln und stoßen weitere Aktivitäten an.
Dieser gut besuchten Mitgliederversammlung wurde ein hochrangiges Podium vorgestellt, gekonnt moderiert von Herrn Martin Fraune, Leiter des Caritasverbandes, Heppenheim. Das Kreissozialamt wurde vertreten von Frau Annette Wagner, die zuerst alarmierende Statistiken vorbrachte. Vom Diakonischen Werk in Bensheim hielt Herr Hans Seydel ein Referat, das mit seinen Aufgaben und persönlichen Erlebnissen bei der Senioren-Beratung gespickt war. 1. Kreisbeigeordneter Thomas Metz gab zu bedenken, ob die derzeitigen Rentensysteme in der Form künftig noch weitergeführt werden können. Nicht die Grundsicherung, sondern die Renten müssen ein Auskommen sichern. In diesem Gremium durfte der DGB Kreisverband nicht fehlen, denn Herr Franz Beiwinkel machte sehr deutlich, dass zu Wenige in die Sozialsysteme einzahlen.
„Die Reichen entziehen sich der Solidarität“
Dazu führte er u.a. die Einkommens-Höchstgrenze in der Sozialversicherung von 5.800,– Euro auf. Alarmierend auch seine Herleitung: Hungerlöhne machen Hungerrenten. Die Sprecherin des EV-Dekanats Bergstraße war Frau Barbara Köderitz. Sie ging auf das Dilemma zwischen Bedürftigkeit und Scham ein, appellierte an eine „Heppenheimer Erklärung“, der Isolierung im Alter und bat um mehr Solidarität in der Nachbarschaft.
In seinem Schlusswort stellte der 1. Vors. Herr Reinhardt noch einmal einige Aktivitäten des Kreissenioren-Beirates, des (gesetzlichen) Pflegestützpunktes und den vielfältigen Angeboten aller Hilfsorganisationen heraus. Als Resümee der Veranstaltung „Armut im Alter“ mag gelten: Grauzonen in den Statistiken, ausbaufähige Beratungsstellen, Sozialpolitik con (tra) Ökonomie, auch Mindestlöhne können helfen, Aufklärung zum Empfang einer Grundsicherung…
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KREISSENIOREN-BEIRAT BERGSTRASSE
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