45 Jahre Parktheater Bensheim – Ein Schmuckstück der Nachkriegsmoderne?
BENSHEIM, November 2013 (meli), „45 Jahre Parktheater Bensheim – Ein Schmuckstück der Nachkriegsmoderne?“ lautet die Sonderausstellung, die am Sonntag, 10. November, um 11 Uhr im Parktheater eröffnet wird.
Die Ausstellung lädt ein, die Nachkriegsmoderne am Beispiel des Bensheimer Theaters zu entdecken und mit zahlreichen großformatigen Ansichten des Hauses aus seinen ersten Tagen eine Zeitreise in die 1960er Jahre zu machen.
Die Besucherinnen und Besucher erhalten einen Überblick über die Geschichte des Parktheaters sowie über die Architekten und Künstler, die das Theater zunächst als Konzertsaal entwarfen und gestalteten.
Dass Architektur und Städtebau der Nachkriegsmoderne zu Unrecht in einem schlechten Ruf stehen, ist in Fachkreisen inzwischen unumstritten. Dennoch droht vor allem diese Epoche in vielen Städten durch energetische Sanierungen, grobe Umbaumaßnahmen und Abrisse aus dem Stadtbild zu verschwinden. Auch Bensheim besitzt mit dem Parktheater einen schmucken Vertreter dieser Epoche, wenn auch optisch in vielen Bereichen stark verändert.
1963 erfolgte der Ankauf des alten Park-Theater-Kinos, aus dem die Idee eines Bensheimer Kulturzentrums rund um den „Dalberger Hof“ durch die Architekten Ernst Brundig und Dieter Unter in Zusammenarbeit mit dem Innenarchitekt Professor Blasius Spreng entwickelt wurde. Letzterer verlieh dem Parktheater ein sehr charakteristisches Erscheinungsbild, das bis ins Detail komponiert war.
Auch die eigens für das Haus entworfene Schmuckbeleuchtung von Professor Aloys F. Gangkofner aus München tauchte das Haus 30 Jahre in einen festlichen Glanz. Die Werke des Bensheimer Künstlers Winfried Mühlum rundeten das künstlerische Gesamtbild des Parktheaters ab.
Um aber bei der Ausstellung nicht nur alte Ansichten zu zeigen, werden neben originalen Leuchten- und Möbelexponaten auch die Kunsthandwerkstechniken der aufwendigen Wandgestaltung und die Herstellung von optisch geblasenem Glas für die ehemalige Beleuchtung gezeigt und erklärt.
Am 12. November findet um 19 Uhr im Foyer des Parktheaters ein Vortrag zur Ausstellung statt.
