Bensheimer Hilfsorganisationen übten gemeinsam
BENSHEIM, März 2015 (meli), Fahren mehr als drei Fahrzeuge einer oder mehrerer Hilfsorganisationen hintereinander zu einer Einsatzstelle, dann nennt man dies eine Marschkolonne. Früher sah man häufiger Marschkolonnen im Straßenverkehr. Gerade das Militär übte diese Art von Verlagerung von Material und Personal regelmäßig und wer schon länger seinen PKW Führerschein hat, der hat auch in der Fahrschule gelernt, was es zu beachten gibt wenn man mit seinem Fahrzeug einer Marschkolonne begegnet.
Heute sieht man eine Marschkolonne seltener im Straßenverkehr, da die gesetzlichen Auflagen und die behördlichen Genehmigungen hierfür beachtlich sind. Jedoch hat sich bei größeren Schadenslagen, wie zum Beispiel das Hochwasser im Jahr 2013, gezeigt, dass die Fahrt in einem geschlossenen Verband bzw. in kleineren Marschkolonnen die einzige Möglichkeit ist, Einsatzkräfte und Ausstattung schnell und zusammen an eine Einsatzstelle zu führen.
Die drei Organisatoren Jörg Joswig, Jürgen Ritz und Ullrich Michel haben sich davon jedoch nicht abschrecken lassen, und haben im letzten Jahr, im Rahmen einer Sitzung des Runden Tisches der Bensheimer Hilfsorganisationen, beschlossen einen motorisierten Marsch, genannt MotMarsch, zu organisieren.
Letzten Freitag (06.) trafen sich die vier Hilfsorganisationen – DLRG, DRK, FFW und THW – in den Räumen der Feuerwehr Bensheim Mitte. Auf dem Programm stand zuerst eine zwei stündige Theorieausbildung, bestehend aus den Inhalten der Straßenverkehrsordnung, Unfallverhütungsvorschriften und die praktische Durchführung eines Marsches.
So vorbereitet trafen sich die rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 26 Einsatzfahrzeugen, darunter auch zwei historische Fahrzeuge der Feuerwehr und des DRK, am Samstag (07.) um 9 Uhr auf dem Sirona-Parkplatz in Bensheim.
Nach der Begrüßung durch das Organisationsteam richtete noch der 1. Stadtrat Helmut Sachwitz, in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters Rolf Richter, ein paar Grußworte an die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
Nach Einteilung der zwei Marschkolonnen mit jeweils 13 Fahrzeugen ging es eine Stunde später auf die Straße. Das erste Ziel war die THW Unterkunft in der Lahnstraße und der Feuerwehrstützung in der Robert-Bosch-Straße. Dort mussten ein paar fachspezifische Aufgaben erledigt werden. Anschließend traten die zwei Marschkolonnen ihre Fahrt in den Odenwald an. Über die Bachgasse in Bensheim Auerbach ging es nach Brandau bis nach Neunkirchen. Dort stand der erste technische Halt an, bei dem die Fahrzeuge überprüft wurden und die Helferinnen und Helfer die Möglichkeit einer kleinen Pause hatte. Über Fürth im Odenwald, Mörlenbach ging es durch den Saukopftunnel nach Weinheim und von dort über die B3 wieder nach Bensheim.
Rund drei Stunden später trafen die beiden Marschkolonnen am Stützpunkt der Feuerwehr Bensheim in der Robert-Bosch-Straße ein, wo bereits der Grill angeheizt war und ein Abendessen auf die Helferinnen und Helfer wartete.
Bei dem ersten schönen Frühlingstag ließ man bei angenehmen Temperaturen den Tag gemütlich ausklingen.
Den drei Organisatoren Jörg Joswig, Jürgen Ritz und Ullrich Michel ist klar, dass dies nicht die letzte gemeinsame Ausbildung war. Bereits in zwei Wochen, am Samstag den 21. März, steht die nächste gemeinsame Übung in Bensheim auf dem Programm.
