Erster Zwingenberger Großtauschtag
Viele Briefmarken aber wenige Besucher – Veranstalter hoffen auf mehr Erfolg bei der 2. Auflage – Besonders junge Sammler sollen angesprochen werden
ZWINGENBERG, Juli 2015 (DZ), Ende Mai fand in der Melibokushalle in Zwingenberg der erste Zwingenberger Großtauschtag statt. Veranstaltet wurde das Event rund um Postwertzeichen, Sonderbriefe und Münzen vom Verein für Briefmarkenkunde Bensheim, welcher bereits andere Tauschtage an der Bergstraße veranstaltete.
Natürlich stand für viele der Tausch an erster Stelle und jeder brachte einige Sammelalben mit Marken mit. „Je größer und spezifischer die Sammlung“, so ein Freund der Briefmarke aus Zwingenberg, „desto geringer wird die Chance noch fehlende Marken bei einem Tauschtag zu finden. Doch sie ist da.“
Und wem das Tauschglück nicht hold war, der konnte immer noch auf das große Angebot der angereisten Händler hoffen. Diese kamen mit großen Regalwänden für ihre umfangreichen Alben mit Marken, sortiert nach Epochen und Ländern und mit so manchem seltenen Angebot im Gepäck. Auch wenn das Postwertzeichen im Mittelpunkt stand, so gab es daneben noch zahlreiche andere Sammelobjekte zum Tausch oder Kauf.
Neben den Ersttagsbriefen waren es historische Briefe, welche zusätzlich zu den Briefmarken dieser Zeit noch etwas über die Geschichte erzählten. Über ältere und jüngere Geschichte erzählen neben den Briefmarken auch Münzen. Für viele Sammler sind die Münzen in erster Linie Liebhaberstücke, da man sie auf Reisen oft selbst noch als Zahlungsmittel genutzt hatte.
Neben der Vervollständigung seiner Wunschsammlung, ist der Philatelist aber auch Numismatiker, oder einfach gesagt der Briefmarkenfreund und Münzsammler, immer auf der Suche nach seltenen Stücken, welche entweder nur in kleiner Menge hergestellt wurde oder ganz wenige die Zeiten überdauerten. Genauso verhält es sich mit Fehldrucken und Prägungen, welche auch nur in geringen Mengen in Umlauf gerieten und dadurch sehr selten sind. Oftmals sind die Fehler nicht auf den ersten Blick erkennbar und werden nur von Sammlern erkannt.
Das Sammeln von Briefmarken begann bereits sehr früh mit dem Erscheinen der ersten Briefmarke der Welt, dem „One Penny Black“ in England. Hierbei sammelten meist Hausfrauen das Postwertzeichen, um diese dann auf Lampenschirmen oder Tapeten zur Verschönerung aufzukleben.
Erst als weitere Postwertzeichen auch in anderen Ländern herausgegeben wurden, begann die bis heute bekannte Sammelleidenschaft der Briefmarken. So wurde bereits 20 Jahre nach der ersten Briefmarke das erste Sammelalbum für Briefmarken angeboten. Viele Sammler starteten mit diesem Album ihre Generalsammlung mit allen Marken der Welt, welche zu dieser Zeit noch sehr beschaulich war.
Auch wenn die Besucherzahl gemäßigt war, so ist sich der Vorsitzende Jörg-Ulrich Hübner sicher, dass es auch einen zweiten Großtauschtag geben wird. Natürlich möchte man auch gezielt junge Briefmarkensammler ansprechen, da das Interesse der Jugend an dieser wenig elektronisch fundierten Sammelleidenschaft stark zurückgeht. Aber auch Erwachsene Einsteiger sind willkommen und man steht mit Rat und Tat gerne für Fragen zur Verfügung. Tauschzusammenkünfte des Vereins für Briefmarkenkunde Bensheim finden jeden 1. Dienstag (ab 18:30) und 4. Sonntag (um 10 Uhr) im Monat im Alten Rathaus in der Bachgasse 60 statt.
Weitere Termine in der Umgebung findet man auch im Internet unter www.bergstrasse.de/briefmarkenverein-bensheim/
Fotos: Dirk Zengel
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