Kreis Bergstrasse

Das „Trio Mangekio“ spielt schon zum zweiten Mal beim Lorsscher Rathauskonzert.
24. Februar 2016 

Farbig, furios und ungezähmt

„Jugendsünden“ bekannter Komponisten am 28. Februar im Lorscher Rathauskonzert

LORSCH, Februar 2016 (meli), „Der begeisterte Schlussbeifall schien anzudeuten, dass die Konzertbesucher den sympathischen Musikerinnen gerne noch wesentlich länger zugehört hätten.“ So endete ein ebenfalls begeisterter Presseartikel nach dem Auftritt von Hiromi Shimomura (Klavier), Elisa Friedrich (Violine) und Claudia Rieder-Partheil (Violencello) bei den Lorscher Rathauskonzerten im Oktober 2014. Thomas Adelberger als Einladender und auch Moderator des Abends hatte die Botschaft verstanden. Und so holt er das „Trio Mangekio“ jetzt, am Sonntag, den 28. Februar um 18 Uhr, zum Rathauskonzert II/2016 wieder zurück in den Nibelungensaal des Alten Rathauses.

Das Trio Mangekio (jap. für Kaleidoskop) bringt erneut ein Programm mit, das verspricht, die eher unbekannten Seiten sehr bekannter Komponisten zu Tage zu fördern. Launig ist der Abend überschrieben mit „Jugendsünden. Leidenschaft, Farbe und schwelgende Romantik“. Thomas Adelberger sagt dazu: „Ein spannendes Programm mit wirklich sehr interessanten Werken etwa von dem jugendlichen Debussy (z.B. das D-Dur Trio, im Alter von 18 Jahren komponiert), dem ungezähmten Rachmaninov (etwa das Trio Elegica, der Komponist war 19 Jahre alt) oder dem furiosen Beethoven(hier das Trio c-moll op. 1 Nr.3, das Beethoven mit 23 Jahren schrieb).“ Diesen drei musikalischen Genies ist denn auch der Abend gewidmet, ergänzt durch eine Mozartsche Komposition und die eines zeitgenössischen Komponisten, Erich Korngold. Den rote Faden durch das Programm bildet deren frühe Entwicklung.

Klaviertrios, wie sie in diesem Konzert in Lorsch zu hören sein werden, sind die Leidenschaft von Claudia Rieder-Partheil, der Cellistin. Sie studierte an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, spielt in verschiedenen Orchestern und Formationen, u.a. in der Sinfonietta Darmstadt und unterrichtet (bspw. an der Musikschule Bensheim). Die in Tokyo geborene Hiromi Shimomura begann vierjährig mit dem Geigen- und Klavierspiel. Ihr Studium in Japan schloss sie mit Auszeichnung ab und ist seit 1998 in Deutschland. Nach weiteren Studien pflegt sie heute eine rege Konzerttätigkeit in Japan, Deutschland und Frankreich. Sie lehrte an der Hochschule Stuttgart. Die freiberufliche Kammermusikerin Elisa Friedrich studierte Violine in Leipzig, wo sie Mitglied des Gewandhausorchesters war. Ihr weiteres Studium in Amerika hat zur Folge, dass sie heute in beiden Ländern heimisch ist und konzertiert.

„Unser Name – Trio Mangekio – soll darauf hinweisen“, so Rieder -Partheil, dass wir drei sehr unterschiedliche Frauen sind.“ Dass genau so ein Kaleidoskop verschiedener musikalischer Charaktere zu einem harmonischen Klangreichtum führt, werden die drei Instrumentalistinnen am 28. Februar einmal mehr beweisen.