Garten-Natur-Tiere, Seeheim-Jugenheim

Nisthilfen für Wildbienen bastelten die Kinder mit passend zum Motto der Messe „Faszination Bienen“. Foto: soe
29. März 2015 

„Faszination Bienen“

Der Seeheimer BUND Ortsverband veranstaltete zum 5. Mal seine Naturmesse in Malchen

MALCHEN, März 2015 (pem), Anstatt das 5-jährige Jubiläum in den Mittelpunkt zu rücken, bevorzugten es die Initiatoren der Messe „Natur-Garten-Kultur“, sich den ihnen wichtigen Umweltthemen zu widmen. Die von dem BUND Ortsverband um Wolfgang und Helga Feiß organisierte Informationsbörse wird als Kommunikations- und Austauschforum wahrgenommen.

Vereine und Gruppen stellen sich dort vor, um neue Mitstreiter zu finden und Aufklärungsarbeit zu Sachfragen zu leisten.

In seinen eröffnenden Grußworten wies Bürgermeister Olaf Kühn auf die wertvolle Jugendarbeit hin. Er nannte die NABU Gruppen mit Tino Westphal als ersten Vorsitzenden sowie die von Eckhard Woite geleiteten „Wühlmäuse“ als Beispiele der Förderung des Naturbewusstseins der Kinder. Stolz zeigte er sich auf die der Natur zugewandten Kinderbetreuungseinrichtungen, wie die Waldkindergartengruppe der Kita Windrad. Größte Anerkennung wurde der Ober-Beerbacher Kita zuteil durch den dritten Platz im Wettbewerb um den Naturschutzpreis. Bettina Neubecker und ihre Mitarbeiterinnen hatten ideenreich mit den Kindern ein Jahr der Biene gestaltet. Die Biene bildete den Focus des Interesses der Messe. Die zentrale Bilder- und Schautafelwand verdeutlichte ihre Rolle im gesamten Netzwerk der Natur. Brigitte Martin vom Kreisverband des BUND bereicherte die Veranstaltung mit einem Vortrag über Wildbienen und leitete einen Insektenhotel-Bastelworkshop für Kinder an.

Mit einer materialreichen Ausstellung über das Imkerhandwerk zeigte der Verein der Bergsträßer Bienenzüchter wie sehr er die Biene schätzt. Andererseits steht die Biene als Repräsentantin für die zunehmend bedrohten Lebensräume. Diese Naturverknappung mahnt der Verein zum Erhalt des Malchener Blütenhanges an.

Der Museumsverein unterstrich dieses Anliegen durch historische Ansichten der einst legendären Bergstraßenblüte und demonstrierte, dass auch Geschichtsforschung am Thema Natur nicht vorbei geht. Der BUND selber machte an seinem Stand auf die diversen Projekte aufmerksam, die kontinuierlich weiterverfolgt werden wie z.B. die Dünenpflege, Teichbetreuung und die Stettbacher Streuobstwiese.

Der NABU ist bei entsprechenden Aktionen stets mit von der Partie und dokumentierte die am Vortag ausgeführten Neuanlagearbeiten für einen weiteren Teich eindrucksvoll. Die Wühlmäuse gaben nicht nur Einblicke in ihre Naturerlebnisse, sondern boten die Erträge ihrer Arbeit feil: Herzlich luden sie ein zur Teilnahme an der Einsaat einer Bienenweide in der Malchener Gemarkung am 20. März.

Die Messepremiere der „Igelburg Mossautal“ lohnte sich. Leiterin Idun Rieden nahm für die staatlich anerkannte Igelauffangstation den von Wolfgang Feiß überreichten Scheck von über tausend Euro entgegen. Der BUND würdigt damit ihre konkrete Sorge für und um den vorhandenen Bestand des seit 65 Millionen Jahren in fast unveränderter Form vorkommenden Tieres. Da aber auch der Igel, wie die Biene, unter der Zurückdrängung seines Lebensraums leidet und menschengemachte Zivilisationskrankheiten ihn bedrohen, wirbt sie unermüdlich für den Erhalt intakter Ökosysteme.

Mit der Besucherfrequenz und dem Verlauf der Veranstaltung zeigten sich die Veranstalter höchst zufrieden.