10. August 2014 

Gastgeber für die Jumelage gesucht

Lorsch richtet das Freundschaftstreffen der Partnerstädte 2014 aus

LORSCH, August 2014 (meli), Eindrucksvoll: Kam einst der Kaiser nach Lorsch, so hatte er etwa eintausend Menschen im Gefolge. Diese galt es unterzubringen und zu versorgen, bis der Hofstaat weiterzog. Und das geschah erst nach mehreren Wochen. So gesehen ist das Freundschaftstreffen der Partner- und Patenstädte Lorschs, die sogenannte Jumelage, ein logistischer Klacks. Vom 19. bis zum 22. September werden knapp achtzig Gäste aus Le Coteau, Zwevegem, Thal/Ruhla und Gibau/Sternberk erwartet. Doch auch diese gilt es unterzubringen. Deshalb bittet der Bürgermeister, der Magistrat und das KULTour-Amt der Stadt die Bürgerinnen und Bürger Lorschs um ihre Mithilfe: Gesucht werden Quartiere für Ehepaare und Einzelreisende aus Frankreich, Belgien, Tschechien und dem Osten Deutschlands. Diese gilt es drei Nächte lang zu beherbergen.

Die Busse mit den Freunden aus Europa kommen freitags (19.09.) gegen 18 Uhr an. Die Gäste werden Lorsch wieder am Montagmorgen verlassen. Die Stadt organisiert gemeinsam mit dem Partnerschafsverein ein umfassendes Programm, sowohl für den Samstag als auch für den Sonntag. Die Gastgeberfamilien können daran nach Belieben teilnehmen. Außerdem wird an diesen Tagen die Kerb gefeiert, die im Jubiläumsjahr ganz besonders ausgestaltet wird und unter dem Zeichen des Tabaks steht – Unterhaltung sollte also auch über das organisierte Programm hinaus kein Problem sein.

Für Gäste aus Zwevegem werden insgesamt noch zehn Unterkünfte benötigt. Für die Freunde aus Le Coteau sucht man noch nach sieben Quartieren. Für die Teilnehmenden aus Tschechien braucht man weitere dreizehn Gastfamilien und die für deutschsprachige Delegation noch vier Gastgeber. Dabei sind sowohl Einzelpersonen als auch Paare.

Das KULTour-Amt ist natürlich bereit, auf Wünsche der Lorscher Gastgeber was Zahl und Nationalität der Gäste betrifft einzugehen und entsprechend zu vermitteln. „In Lorsch war Gastfreundschaft schon gang und gäbe, als es die Ortschaften um uns herum noch gar nicht gab!“ ist die Leiterin des KULTour-Amtes, Gabi Dewald, zuversichtlich. „Schließlich war und ist die Gastfreundschaft auch das höchste Gebot der Benediktiner. Und die damals schon internationalen Gäste haben schon im Mittelalter immer bei den Menschen gewohnt, die hier lebten: bei den Mönchen. Ich bin sicher, dass die Lorscher Bürgerinnen und Bürger diese Tradition, gerade in unserem Jubiläumsjahr, wieder aufleben lassen und ihre Wohnungen für die europäischen Freundinnen und Freunde öffnen, damit sie sich bei uns wohl fühlen.“

Wer eine Person oder zwei Gäste für die drei Nächte aufnehmen kann, möge sich bitte bis zum 15. August im KULTour-Amt der Stadt melden. Dort gibt es auch weitere Informationen und Auskünfte rund um die Jumelage 2014.