Seeheim-Jugenheim, Sport

Rallyefahrer Björn Satorius (Ober-Beerbach) und sein Beifahrer Björn Röhm (Schlitz).
22. September 2013 

Halbzeitbilanz im ADAC Opel Rallye Cup

Schnelle Zeiten, aber viel Pech in der ersten Saisonhälfte von Björn Satorius

OBER-BEERBACH, September 2013 (meli), Der 21-jährige Björn Satorius (Ober-Beerbach) bestreitet seine zweite Saison im überregionalen Rallyesport. Groß war die Überraschung vor einem Jahr, als sich mit dem jungen Bergsträßer auf seinem Toyota Yaris ein unbeschriebenes Blatt ganz unerwartet an die Spitze im ADAC Rallye Junior-Cup setzte.

Soweit die Vergangenheit. 2013 hat der ADAC hat den Junior-Cup umstrukturiert. Es wurde zusammen mit der Adam Opel AG ein neuer Markenpokal mit identischen Fahrzeugen ins Leben gerufen. 24 Autos vom Typ „Adam“ wurden zu reinrassigen Rallyefahrzeugen aufgebaut und talentierten Fahrern zur Verfügung gestellt. Ein hohes Preisgeld und die Aussicht auf ein Werkscockpit für das kommende Jahr erhöhten die Attraktivität dieses Wettbewerbs. Aufgrund der letztjährigen Erfolge wurde Björn Satorius in den Cup aufgenommen. Diese Chance konnte sich der Sohn eines Toyota-Vertragshändlers nicht entgehen lassen, auch wenn es ihm schwergefallen ist, auf ein „Fremdfabrikat“ umzusteigen.

Der Saisonstart verlief für Björn Satorius besser, als er es sich selbst je erträumt hätte. Bei der Rallye Erzgebirge, gelang es dem Südhessen nach dem ersten Tag die Führung im Cup zu übernehmen. Am zweiten Tag machten es schneebedeckte Wertungsprüfungen, Nebel und Regen den Teilnehmern schwer, schnell und trotzdem fehlerfrei zu fahren.

Björn Satorius blieb trotz dieser schwierigen Verhältnisse im ersten Viertel des Feldes, bis ihn ein Ausrutscher etwas zurückwarf. Beim Versuch, die verlorene Zeit in der nächsten Prüfung aufzuholen, sorgte ein Plattfuß für weiteren Zeitverlust und eine unbefriedigende Platzierung.

Beim zweiten Lauf, der Rallye Sulinger Land lag Björn Satorius am Ende im vorderen Drittel des Teilnehmerfeldes. Der dritte Lauf in Stemwede hatte eine ähnliche Streckencharakteristik wie im Sulinger Land: Schnelle Prüfungen und tückische Sprungkuppen. Satorius war es zu Beginn gelungen, sich im Vorderfeld des Cups zu platzieren. Dann allerdings wurde das Fahrzeug nach dem Sprung über eine Kuppe instabil. Beim Versuch, den Kontakt mit einem Zaun zu verhindern, geriet das Heck des Rallyeautos in einen Graben und das Fahrzeug überschlug sich mehrfach.

14 Tage später zur Rallye Niedersachsen war das Fahrzeug wieder perfekt hergerichtet. Bedingt durch das Erlebte tastete sich Björn Satorius zu Beginn erst nach und nach wieder ans Limit heran. Doch gerade als das Selbstvertrauen wieder da war, ließ ihn die Technik im Stich. Eine defekte Antriebswelle sorgte für ein vorzeitiges Ende der Veranstaltung. Zwei Ausfälle in Folge haben alle Chancen im Cup zunichte gemacht. Der große Traum vom Werksauto ist ausgeträumt. Trotzdem gehen Björn Satorius und sein Beifahrer Björn Röhm (Schlitz) die zweite Saisonhälfte mit Optimismus an. Ende August steht als Höhepunkt der Start beim deutschen Rallye-WM-Lauf, der ADAC Rallye Deutschland, auf dem Programm. Auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen in den Weinbergen an der Mosel und auf den schwierigen Trassen des Übungsplatzes Baumholder kann Björn Satorius den zahlreichen Zuschauern und der versammelten Motorsport-Presse zeigen, dass die aktuelle Platzierung im Cup nicht dem wahren Können des jungen Fahrers aus Südhessen entspricht.