Nash Ensemble of London eröffnet das neue Jahr
Renommierte Kammermusiker spielen am 18. Januar Werke von Mozart, Britten und Elgar
BENSHEIM, Januar 2014 (meli), Mit hochkarätigen Gästen aus Großbritannien starten die Kunstfreunde Bensheim ins neue Jahr: Das erste Konzert 2014 bestreitet das weltberühmte Nash Ensemble of London am 18. Januar, 20 Uhr, im Parktheater. Als Englands erstes Kammerorchester bezeichnet die Zeitung „The Times“ das renommierte Ensemble, das 1964 von Amelia Freedman gegründet wurde. Während es sich immer wieder behutsam verjüngt, vereint es heute einige der brillantesten Nachwuchs¬instrumentalisten Großbritanniens, die nun zum ersten Mal auch in Bensheim zu Gast sind.
Das umfangreiche Repertoire des in wechselnden Formationen spielenden Ensembles reicht von der Klassik bis zur Moderne. In Bensheim sind Ian Brown (Klavier), Stephanie Gonley, (Violine), Laura Samuel (Violine), Philip Dukes (Viola) und Bjørg Lewis (Violoncello) zu hören – als Klavierquartett, Streichquartett und als Klavierquintett.
Die interessanten und oft außergewöhnlichen Programme, darunter insbesondere die zahlreichen Erstaufführungen zeitgenössischer Werke, finden weltweit große Beachtung. Über 255 Werke, darunter 145 Auftragskompositionen, hat das Nash Ensemble bereits uraufgeführt.
Das Ensemble unternimmt regelmäßig große Auslandstourneen und gibt Konzerte in ganz Europa, den USA, in Südamerika, Australien sowie im Mittleren und Fernen Osten. Es stellt somit einen unverzichtbaren Teil des britischen Musiklebens dar, wie auch die zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- und Schallplattenaufnahmen dokumentieren. In Deutschland ist das Ensemble regelmäßig auf den großen Musikbühnen zu Gast sowie bei internationalen Festivals wie etwa dem Rheingau-Musikfestival, dem Schleswig-Holstein Musik-Festival sowie den Schwetzinger und Ludwigsburger Schlossfestspielen.
Das breite Repertoire des Nash-Ensembles zeigt sich auch in der großen Anzahl an CD-Aufnahmen, die in der Presse jeweils hoch gelobt wurden. Die jüngsten Aufnah¬men umfassen Kammermusik von Beethoven, Richard Strauß, Saint-Saens, Turina und Suk, die Oktette von Mendelssohn und das Klarinettenquintett von Brahms.
Auf dem Programm in Bensheim stehen Werke eines deutschen und zwei englischer Komponisten: Mozart, Britten und Elgar. Mozarts Klavierquartett g-Moll KV 478, entstanden 1785, gilt als das erste seiner Art in der Musikgeschichte. Gattung und Musik waren seinen Zeitgenossen offenbar noch fremd, das Stück stieß beim Publikum zunächst auf wenig Gegenliebe – was aus heutiger Sicht nicht mehr nachzuvollziehen ist.
Benjamin Britten zählt zu den wichtigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. 19-jährig begann er mit der Arbeit an den Drei Divertimenti für Streichquartett, die 1936 uraufgeführt wurden. Edward Elgar dagegen, geboren 1857, hatte seine Jugend bereits hinter sich, als er – beeinflusst von den Schrecken des Ersten Weltkriegs – sein Klavierquintett a-Moll op.84 komponierte. Seine drei großen Beiträge zur Kammermusik schrieb Elgar in den Jahren 1917-19.
Karten für das Konzert am 18. Januar im Parktheater gibt es im Vorverkauf in der Bücherstube Deichmann, in der Musikbox im Kaufhaus Ganz, in der Auerbacher Bücherkiste oder per Mail unter karten@kunstfreunde-bensheim.de. Die Abendkasse ist ab 19.15 Uhr geöffnet.
Weitere Infos unter www.kunstfreunde-bensheim.de
