Garten-Natur-Tiere, Kreis Bergstrasse

Viel Spaß haben die Kids in der Grabungskiste.
02. Juni 2015 

Schatzgrabung und Ziegeneis

Am 7. Juni jagt in Lorsch eine Attraktion die andere

LORSCH, Juni 2015 (meli), Wer braucht Anregungen für seinen eigenen Garten? Wer will einen Gingko-Baum kaufen oder eine prächtige Pfingstrose erstehen? Wer wollte schon immer mal nach Schätzen der Vergangenheit graben und wer hat noch nie an einem Ziegenmilcheis geschleckt? Wer will lernen, einen Nistkasten zu bauen und wer sucht nach einem blühbunten Fotomotiv aus einer der verwunschenen privaten Lorscher Grünparadiese? Wer will den neuen Kräutergarten erklärt bekommen, den wieder erstarkten Tabakanbau, die Geheimnisse der Paeonienpflege, das Leben der Honigbienen auf den Blühflächen? Wer weiß schon, was ein „Klimagarten“ ist und wer will den großen Umbau des UNESCO-Welterbes zum Welterbe Areal Kloster Lorsch aus fotografisch-künstlerischen Augen sehen und damit noch einmal erleben?

Unglaublich, aber wahr: Das alles und noch viel, viel mehr, kann man am Sonntag, den 7. Juni, in Lorsch erleben und erfahren. Denn der 11. Welterbetag, der Geo-Naturparktag, der Pfingstrosentag und der beliebte Tag der offenen Gärten und Höfe fallen in Lorsch auf dieses Datum zusammen. Von 10 – 18 Uhr gibt es an allen Ecken und Enden Lorschs alles Mögliche, was kostenlos angeboten und vermutlich wieder Massen mobilisieren wird.

Die privaten Gartenbesitzer haben sich einmal mehr liebevoll vorbereitet auf ihre Gäste: Wo man hinkommt auf den beteiligten Anwesen wird noch ein bisschen gebunden und geschnitten, gehäckelt und dazugepflanzt. Reinste Augenweiden haben die kanpp zwanzig Garten- und Hofbesitzerinnen damit hergerichtet und teilen sie am 7. Juni mit allen Interessierten.

Von da aus geht es auf Entdeckungsrundreise durchs Welterbe Areal, wo sich die dort ansässigen verschiedenen Kulturinitiativen präsentieren. Der Geo-Naturpark spricht wieder besonders die jungen Naturforscherinnen und –entdecker an. Mit Versuchen und Aktionen kann man (auch außerhalb der Schule!) Spannendes über Steine, Bäume und Pflanzen erfahren. Auch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ist mit von der Partie im Hof der Geschäftsstelle am Benediktinerplatz.

Von da aus geht es zur Ausgrabung: Entweder, man lässt sich die neu eröffnete Grabungsstelle am Benediktinerplatz von den Archäologen erklären. Oder man versucht sich selbst als Altertumsforscher in der Grabungskiste neben der Königshalle: Graben, sieben, waschen, zeichnen, inventarisieren – die Museumspädagogen vom Welterbe helfen dabei. Oder man geht gleich weiter in die Zehntscheune: Schnupperführungen stellen das große Schaudepot vor, das ab September die im Kloster Lorsch getätigten Ausgrabungen vergangener Zeiten präsentieren wird.

Der Pfingstrosengarten lockt mit Pracht, Farbe und Führungen. Desgleichen der Kräutergarten. Und wer bei den Tabakpflanzern (Vielleicht im Rahmen einer Tabakführung?) Tipps bekommen hat, vielleicht dort eine Tabakpflanze erwarb, ist spätestens dann reif für eine Erfrischung. Das Lauresham-Team stellt vor, was es ab nächsten Dienstag dort zu kaufen geben wird: Eis aus Ziegenmilch!

Ehe man zu weiteren Leckereien an der Tabakscheune kommt, sollte man die Künstlerfotos im Besucherinformationszentrum gesehen haben. So kann man den dreijährigen Umbau am Kloster Lorsch im Zeitraffer erleben. Und im nagelneuen Klimagarten der Familie Kropp kann man erfahren, was die Blüten uns über den Klimawandel lehren. Am Nachmittag steht dann eine blütenweiße Imkerin auf der Bienenweide an der Kulturachse und gewährt Einblicke in einen so kleinen wie hocheffizienten Staat: das Bienenvolk.

Zeit sollte man sich nehmen und einen Sonnenhut wohl auch. Doch überall am Weg werden Erfrischungen angeboten werden und überall heißt es: Kommen Sie näher – herzlich willkommen! Unglaublich, aber wahr: An diesem Sonntag ist alles, was im Rahmen der hier genannten Veranstaltungen passiert, ohne Eintritt und kostenfrei zu erleben (gilt nicht für Lauresham).