Schumann-Quartett zum Jahresauftakt
Kunstfreunde Bensheim: Nächstes Konzert am 17. Januar im Parktheater
BENSHEIM, Januar 2015 (meli), Mit der Königsdisziplin der Kammermusik – dem Streichquartett – starten die Kunstfreunde Bensheim ins neue Jahr. Am Samstag, 17. Januar, wird die Konzertreihe mit einem Gastspiel des Schumann-Quartetts fortgesetzt. Beginn ist um 20 Uhr im Bensheimer Parktheater.
Sie sind jung, frisch und machen Furore: Die drei Brüder Erik, Ken und Mark Schumann sowie die aus Estland stammende Bratschistin Liisa Randalu – Tochter des Pianisten Kalle Randalu – bilden zusammen das Schumann-Quartett. Spätestens seit dem Gewinn des renommierten Concours de Bordeaux im Mai 2013 machen die vier Furore und begeistern das Publikum auf der ganzen Welt. „Hohe emotionale Intelligenz” zusammen mit einer „traumwandlerischen technischen Sicherheit” lobt die Fachpresse das Ensemble und sagt „Kein Zweifel: diesem Quartett gehört die Zukunft.”
2007 in Köln gegründet und seit 2012 in der jetzigen Besetzung machte das Quartett schon früh auf sich aufmerksam. Die Musiker sind Preisträger großer internationaler Wettbewerbe wie dem Premio Paolo Borciani in Italien und dem Osaka International Music Competition in Japan, gefolgt von dem Gewinn des Wettbewerbs „Schubert und die Musik der Moderne” 2012 in Graz sowie dem Premier Prix de Quatuor à Bordeaux 2013.
Wichtige Einflüsse für das Ensemble waren das Studium beim Alban-Berg-Quartett in Köln und besonders bei Günter Pichler in Madrid. Den kammermusikalischen Grundstein, die ersten Anfänge des Quartetts, legte Harald Schoneweg vom Cherubini-Quartett. Zu den Kammermusikpartnern des Ensembles gehören große Persönlichkeiten und Musiker wie Menahem Pressler, Henri Sigfridsson, Sabine Meyer, Nils Mönkemeyer, Diemut Poppen, Nicolas Altstaedt und David Orlowsky.
Seit der Saison 2009/10 ist das Schumann-Quartett mit der Reihe „Erstklassik” Artist in Residence im Robert-Schumann-Saal in Düsseldorf. Die Debüt-CD mit Werken von Beethoven, Bartók und Brahms ist im April 2013 auf den Markt gekommen und hoch gelobt worden. Am 1. Januar ist ihre neue CD erschienen.
Im Februar 2014 hat die Jürgen Ponto-Stiftung den Musikpreis im Fach Streichquartett an das Quartett verliehen. In dieser Saison wird das Ensemble auf vielen renommierten Festivals zu Gast sein und Debüts in der Wigmore Hall in London und dem Wiener Konzerthaus feiern.
Das Programm im Bensheimer Parktheater bewegt sich zwischen Haydn, Schubert und Schostakowitsch. Joseph Haydn gilt als Erfinder der Gattung Streichquartett, fast 70 Werke hat er erschaffen. Von ihm erklingt das Streichquartett op. 76,5 D-Dur. Es zählt zu den sechs sogenannten Erdödy-Quartetten, die im Jahre 1797 vollendet wurden. Rund 140 Jahre später wagte sich Dimitrij Schostakowitsch zum ersten Mal an ein Streichquartett heran. Diesen Erstling – Nr. 1 C-Dur op. 49 – präsentiert das Schumann-Quartett in Bensheim. Wenige Monate vor seinem Tod schrieb Franz Schubert sein 15. Streichquartett G-Dur D 887, das nach der Pause zu hören sein wird. Die Uraufführung im März 1828 hat Schubert nur um wenige Monate überlebt – das Quartett kann als Endpunkt von Werk und Leben des 29-Jährigen betrachtet werden.
Kartenvorverkauf: Bücherstube Deichmann, Musikbox im Kaufhaus Ganz, Tourist-Info und Auerbacher Bücherkiste. Karten-Reservierung per E-Mail: karten@kunstfreunde-bensheim.de. Abendkasse ab 19.15 Uhr.
Weitere Infos im Internet unter www.kunstfreunde-bensheim.de
