Taschenformatige Regionalwerbung mit spielerischer Heimatkunde
Das Quartett „Bergstraße ist Trumpf“ kommt am 30. März in den Handel
AUERBACH, März 2014 (pem), Souvenir gesucht! Was könnte als typisches und beziehungsreiches kleines Mitbringsel von der Bergstraße dienen, wenn es nicht gerade eine gute Flasche Wein oder ein Bildband sein soll?
Häufig stellte man Brigitte Zimmer-Petrullat die Frage, wenn sie auf Touren durch Auerbach und Umgebung Besuchergruppen mit den Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Region vertraut machte.
Da die Beantwortung sie immer ein wenig in die Enge trieb, brachte die Sprecherin des Tourismus-Service Bensheim ins Grübeln. Um Abhilfe zu schaffen, setzte sie alles auf eine Karte.
Die Idee zu einem Quartettspiel war geboren. Auf kleinstem Raum ist ein Maximum an Informationen damit zu transportieren. Blatt für Blatt sagen prägnante Bilder schon mehr als tausend Worte und dienen den Reisenden später als Erinnerungssplitter an die wunderbaren erlebnisreichen Ferientage.
Die schlagwortartigen Angaben zu dem auf der Karte dargestellten Objekt bieten selbst Bergsträßern spielerische „Nachhilfe“ in Sachen Heimatkunde. Im Hinblick auf den im Sommer in Bensheim stattfindenden Hessentag lohnt sich eine Produktion in hoher Auflage, die den Verkaufspreis niedrig hält.
Da Brigitte Zimmermann-Petrullat als Betreiberin der „Weingalerie Spundloch“ über beste Kontakte zu Künstlern verfügt, gewann sie in der Grafikerin Anette Bundschuh eine engagierte Mitstreiterin für die gestalterische Umsetzung des Plans für das werbewirksame, lehrreiche Taschenformatsouvenir. Professionell und gründlich begannen die beiden mit umfangreicher Recherche, um Daten und Fakten, die die Abbildungen ergänzen sollten, zu überprüfen und aktualisieren.
„Die Kooperation mit den Stadtverwaltungen von Bensheim, Heppenheim, Lorsch und Zwingenberg funktionierte dabei gut. „Mit Begeisterung nahm man die Idee auf und unterstützte uns, “ betont Brigitte Zimmermann-Petrullat.
Zu den intensiven, zweimonatigen Vorbereitungen gehörte auch sich mit historischen Quellen zu beschäftigen.
Ein Besuch im Spielkartenmuseum bei Stuttgart eröffnete den beiden Frauen viele Perspektiven, vom aristokratischen Ursprung im 11. Jahrhundert bis zur Blütezeit als Werbeträger im 19. Jahrhundert.
Anette Bundschuh präzisierte ihre grafischen Vorstellungen und ihren Zeichenstil. „Wichtig ist, das Typische hervorzuheben, um die Wiedererkennbarkeit eines Gebäudes zu gewährleisten. In Zeichnungen kann man entsprechende Akzente setzen, ohne etwas grundsätzlich zu verfälschen. Bei Fotos wäre das schwieriger.“
Vorab produzierte Exemplare des Quartetts verteilten die Initiatorinnen zur „Praxisprüfung“ an Schulen und Kindergärten, um zu beobachten, welche Ideen Kinder zum Umgang mit dem Material entwickelten. Ob Bilder sammeln, Wissensquiz oder anderen Regeln: „Bergstraße ist Trumpf“ bereitete allen Vergnügen.
Größte Zufriedenheit herrschte ebenso in den kooperierenden Städten. Selbst aus dem Landratsamt kam positive Resonanz mit der Ermunterung, andere Teilregionen der Bergstraße zu „verkarten.“
Mit einem Spieletag am 30. März in der Weingalerie Spundloch ab 17 Uhr wird „Bergstraße ist Trumpf“ der Öffentlichkeit vorgestellt und ist danach dort sowie im Handel erhältlich.
Die beteiligten Städte folgen mit eigenen Veranstaltungen: Bensheim eröffnet am 18. Mai in den Räumen der Volkshochschule eine Ausstellung, Heppenheim integriert eine Malaktion in die Ferienspiele, Zwingenberg in eine Ostereier-Ralley.
Natürlich werden die beiden Workshop erfahrenen Frauen sich künftig noch weitere Aktivitäten einfallen lassen, um immer wieder zu überzeugen: „Bergstraße ist Trumpf“!
Mehr Infos unter www.bergstrasse-ist-trumpf.de.
