Fotogalerien, Seeheim-Jugenheim

Die fleißigen Landfrauen Gretel Hennemann, Helga Freisinger und Ilse-Lore Spalt. Foto: ewi
08. Mai 2015 

Teamgeist für Traditionsmarkt

Seeheimer Landfrauen und die Feuerwehr Seeheim veranstalteten auch dieses Jahr wieder einen erfolgreichen Sebastiansmarkt

SEEHEIM-JUGENHEIM, Mai 2015 (pem), Auf den Heiligen Sebastian als Nothelfer gegen die Pest war Verlass. Der ihm zu Ehren stattfindende Markt lebt ebenfalls davon, dass die beiden Organisatoren auf einander zählen können. Die Freiwillige Feuerwehr als Veranstalter des Sebastiansmarktes und die Seeheimer Ortsgruppe der Landfrauen kooperieren schon seit Jahren harmonisch. Deshalb trauen die Seeheimer und andere kunsthandwerklich Interessierte dem reichen Angebot. Alles, was den Frühlingsstart und das Osterfest schöner macht, findet man an den zahlreichen Ständen in der Sport-und Kulturhalle. Die Nadelarbeiten gelten als „Königsdisziplin“ der Landfrauen. Vom Häkeleierwärmer bis zur Blumenmotiv-Stickdecke konnte man die Vielfalt der Erzeugnisse bewundern. Besonders beliebt bei den Marktbesuchern sind die Naturmaterialdekorationen und Trockenpflanzenarrangements. Zum „Kassenschlager“ avancierten Mooskränze.

Ein offenes Geheimnis ist inzwischen das kulinarische Geschick der fleißigen Damen: Kaum konnte man der Nachfrage nach dem „guhde Latwerch“ Herr werden, sämtliche Variationen von Marmeladen und Gelees waren rasch ausverkauft.

Zu Recht stolz sind die Landfrauen auf ihren Kräutergarten, dessen Ernte zu immer neuen Kreationen inspiriert. Der Renner unter den Kräutersalzen aus dem eigenen Kräutergarten ist der Bibeltopf. Eine von sieben verschiedenen leckeren Mischungen aus speziellen Kräutern, die besonders gut auf einer frischen Scheibe Weißbrot mit Butter schmecken. Für Probierlustige schnitt die ehemalige Vorsitzende der Landfrauen, Silvia Crössmann, fleißig Weißbrot.

Neu im Sortiment sind ein Fisch- und eine Bratenwürze, sodass man also sowohl dem Karfreitags- wie auch dem Ostermahl in diesem Jahr einen „Seejmerisches“ Flair geben konnte. Getrocknete Kräuter aus dem eigenen Kräutergarten gab es ebenfalls sehr preisgünstig zu erwerben. Begehrt wie immer waren auch in diesem Jahr die deftigen Köstlichkeiten aus der „Feuerwehrküche“, wie Schlachtplatte, Rippchen, Grüne Soße. Die grüne Soße war natürlich mit eigens gezogenen Kräutern der Landfrauen zubereitet. Die Halle war sehr gut gefüllt und es „mundete“. Ein Stück selbst gebackenen Kuchen mit einer Tasse Kaffee zum Nachtisch und die Welt war wieder in Ordnung. Die erste Vorsitzende der Landfrauen, Gudrun Schulz, zog eine rundherum positive Bilanz. „Die Besucher sind uns treu und es ist immer wieder eine tolle Atmosphäre. Alles funktioniert reibungslos, denn die Feuerwehr und wir – das ist ein gewachsenes, eingespieltes Team!“ Sie unterstreicht die langjährige Vereinskooperation und freut sich, auch im diesem Jahr wieder den Überschuss der Verkaufseinnahmen den „Jungs“ von der Freiwilligen Feuerwehr zukommen lassen zu können. In früheren Jahren unterstützte man zusätzlich noch externe soziale Projekte. „Davon haben wir jetzt Abstand genommen, denn das Geld haben wir hier vor Ort eingenommen und möchten es deshalb auch lokal verwenden. Und die Feuerwehr mit ihrer ständigen Bereitschaft für alle ist da eine gute Adresse.“

Fotos: Eva M. Wicht
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