Tschechische Partnerstadt feiert Verleihung der Stadtrechte
SEEHEIM-JUGENHEIM, September 2013 (pae), Vor genau 100 Jahren verlieh der österreichische Kaiser Franz-Josef dem tschechischen Ort Kosmonosy die Stadtrechte. Mit einem dreitägigem Fest- und Veranstaltungsprogramm wurde am Wochenende dieses Ereignis gefeiert. Seit sechzehn Jahren ist die Stadt mit Seeheim-Jugenheim verschwistert.
Bürgermeister Miroslav Vanek und der Vorsitzende vom Partnerschaftsverein Martin Basus hatten die Seeheim-Jugenheimer als Ehrengäste eingeladen. An der Spitze einer vierzigköpfigen Bürgergruppe, darunter die große Besetzung der Big Band vom Schuldorf Bergstraße, reiste Bürgermeister Olaf Kühn in die fünfzig Kilometer nordöstliche gelegene Partnerstadt. Untergebracht waren die Teilnehmer in Privatquartieren und in einem Kulturhotel.
Gemeinsam eröffneten die Bürgermeister eine Ausstellung von Fotos bedeutender Bürger. Am Abend gab ein international bekannter Musiker ein Violinkonzert im Spiegelsaal des restaurierten Schlosses. Bei einer Besichtigung der Skoda-Autofabrik erlebten die Besucher von der Bergstraße den Produktionsprozess der verschiedenen Pkw-Modelle. Anschließend besichtigten sie das neue Schulungszentrum für die Mitarbeiter, das dem einigsten Gründer-Firmensitz angegliedert ist. Ein Teil der Autofabrik liegt im Stadtgebiet von Kosmonosy.
Musikalisch umrahmten die 20 Jugendlichen vom Schuldorf Bergstraße gemeinsam mit ihrem Lehrer Sven Adelberger die Festsitzung vom Stadtparlament. Gastredner Olaf Kühn erhielt großen Applaus für seine bewegenden Worte. Der Tag endete mit einer Operetten-Aufführung eines bekannten Prager Ensembles.
Besondere Ehre erlebte die Seeheim-Jugenheimer Delegation beim Festgottesdienst. Der Prager Kardinal Miloslav Vlk und der Ortspfarrer hielten ihre Predigten kurz in deutscher Sprache..
Höhepunkt der Feiern war ein Historienspiel. Über 100 Mitwirkende vom Kind bis zur Seniorin hatten sich in historische Kostüme gekleidet und spielten die Zeremonie der Verleihung Stadtrechte nach. Die hundertjährige Geschichte war in Zeitabschnitte untergliedert, so dass die Zuschauer die jeweiligen Moden, Berufe und politischen Verhältnisse betrachten konnten.
Auf dem Festplatz bildeten Verkaufs- und Essenstände einen Markt. Die Seeheim-Jugenheimer waren mit einem Informations- und Weinstand des Partnerschaftsverein und der Gemeinde vertreten. Ein neues Feuerwehrfahrzeug wurde ähnlich einer Schiffstaufe mit versprühtem Sekt eingeweiht. Mit mehreren Musikgruppen, Tanz und einem Feuerwerk wurde bis in die frühen Morgenstunden des Sonntag gefeiert.
