Umlage für Erneuerbare Energien steigt ab Januar
GGEW AG: Energiewende ist breiter Konsens
BERGSTRAßE, 16.10.2012 (meli), Die vier großen deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben die neue Höhe der sogenannten EEG-Umlage für das Jahr 2013 bekanntgegeben. Sie steigt um 47 Prozent von derzeit 3,59 Cent pro Kilowattstunde auf dann 5,28 Cent. Wie die GGEW AG am Montag mitteilte, wird sie diese Erhöhung der gesetzlichen Umlage in 2013 voraussichtlich nicht auffangen können.
„Der Ausstieg aus der Kernenergie und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind breiter politischer und gesellschaftlicher Konsens“ betont Dr. Peter Müller, Vorstand der GGEW AG. „Wir versuchen die Mehrbelastung in der Stromrechnung für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten“, erklärt Müller. Keinen Einfluss aber habe der Energieversorger auf Steuern, Abgaben und Kosten der Energiewende.
Alle deutschen Stromanbieter wie beispielsweise die GGEW AG sind dafür verantwortlich, beim Kunden die EEG-Umlage zu erheben und diese 1:1 an die Übertragungsnetzbetreiber weiterzureichen. Für jeden Stromanbieter gilt die gleiche EEG-Umlage, denn sie wird bundeseinheitlich festgelegt.
Bis zum Jahr 2050 sollen die klimaschädlichen Treibhausemmissionen um mindestens 80 Prozent verringert werden. Ob Windparkbetreiber oder Privathaushalt mit Solarzellen auf dem Dach: Wer Strom aus Erneuerbarer Energie produziert und ins Netz einspeist, wird vom Gesetzgeber gefördert. Das soll dafür sorgen, dass der Anteil von Strom aus Wind, Wasserkraft, Sonne, Erdwärme oder Biomasse sukzessive steigt.
Die Kosten für den klimafreundlichen Umbau der Energieerzeugung werden auf die Stromverbraucher verteilt. Den Rahmen dafür hat die Politik vorgegeben – mit dem Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG).
Als unabhängiger lokaler Versorger könne die GGEW AG im Wettbewerb dank ihres professionellen Energieeinkaufs ihren Kunden vergleichsweise günstige Preise anbieten. Deshalb will das Unternehmen zunächst die Marktlage und die Bezugskosten bis zum Jahresende abwarten. Das Fördern der Erneuerbaren Energie sowie der notwendige Netzausbau, der diese Energien zum Verbraucher bringt, machen steigende Strompreise ab Januar 2013 jedoch kaum vermeidbar. Sobald die Preise feststehen, werden alle Kunden 6 Wochen vor Inkrafttreten schriftlich informiert.
