Kreis Bergstrasse

„En Elch was born!“ – Der Eisbildhauer Christian Fischer.
26. November 2015 

Väterchen Frost bringt einen Elch mit

Lorscher Weihnachtsmarkt mit einer Extra-Überraschung

LORSCH, November 2015 (meli), Mit einer eisigen Sonder-Überraschung wartet man am Lorscher Weihnachtsmarkt auf. Quasi in letzter Minute hat man noch ein kleines Wunder gewirkt und einen weiteren Höhepunkt gleich an den Beginn des Marktes gesetzt. „Wir wollten unbedingt noch etwas Besonderes und haben es geschafft, einen Eisbildhauer auf den Markt einzuladen“, sind die Organisatorinnen stolz. Und so wird am Freitagabend (27.11.), wenn es dunkelt, Christian Fischer einen glitzernden Eisblock auf den Platz am Pavillon schleppen und mit seinem Werk beginnen. Am Ende soll ein Weihnachtselch aus Eis den Lorscher Weihnachtsmarkt zieren.

Wenn die anderen dann zum After-Work-Weihnachtsmarkt-Bummel kommen, fängt der gelernte Steinbildhauer mit der Arbeit an. „Was uns für ihn begeistert hat“, heißt es“, ist seine Arbeitsmethode.“ Denn wo andere gerne mal effektvoll mit der Kettensäge dem Eis zu Leibe rücken, arbeitet Christian Fischer mit den traditionellen Werkzeugen eines Bildhauers. „Kettensägen-Kreischen mit Weihnachtsliedern – das konnten wir uns nun gar nicht vorstellen!“ Aber Christian Fischer arbeitet mit Hammer und Meißel, Stechbeitel und Schnitzmesser und sogar mit der Machete.

Dementsprechend lange dauert es, bis der Elch fertig ist. Der Eisbildhauer beginnt um 16 Uhr und wird vier Stunden benötigen, um das Tier aus dem Eis zu gestalten. Das Holzpodest gegenüber der Pavillon-Bühne wurde für ihn als Arbeitsplatz auserkoren. „Dort hat er Platz, wird gut gesehen und zum Schluss hat der Lorscher Eis-Elch noch einen Ehrenplatz im Festtrubel“, freut man sich auf diesen Anblick. – Wie schnell er wohl schmilzt, der Elch? „Keine Ahnung – aber es soll ja kalt bleiben“, sagt Mona Mendes vom KULTour-Amt. “Wir hoffen natürlich, dass wir ideale Lebensbedingungen für das seltene und klimagefährdete Weihnachtstier in Lorsch bieten können und dass der Elch in seiner ganzen Schönheit über die Tage bei uns bleibt!“.