Veranstaltungen des Jubiläumsjahres in Lorsch
Monatsüberblick Januar 2014
LORSCH, Dezember 2013 (meli), Mit dem Januar 2014 starten wir in unser Jubiläumsjahr „Mönche, Kaiser, Tabakbauern. 1250 Lorscher Jahre“. Mit vielen Akteuren haben wir ein facettenreiches Programm konzipiert, das über das Jahr verstreut mit etwa vierzig Einzelveranstaltungen auf Lorsch, seine Geschichte und seine Gegenwart Bezug nimmt. Sechs sind im Januar angekündigt. Wir möchten Sie im Anschluss darauf hinweisen:
2. Januar: Die Lorscher Briefmarke erscheint. 46 Jahr ist es her, dass zum letzten Mal ein Postwertzeichen erschien, das auf Lorsch Bezug nahm. Zu Beginn des Jubiläumsjahres kommt jetzt eine farbenprächtige 0,60 € Briefmarke heraus, die das UNESCO-Weltkulturerbe zeigt, wie es im 19. Jahrhundert aussah. Nach einem Motiv von August Lucas (1803-1863) ist die Marke neu gestaltet worden. Neben den beiden Poststellen in Lorsch öffnet am 2. Januar ein Sonderpostamt im Alten Rathaus von 10-17 Uhr. Dort werden dann auch außer der Briefmarke verschiedene Produkte rings um die neue Marke angeboten. Von 12.50 Uhr bis 13.30 Uhr stempeln Persönlichkeiten aus dem öffentlichen/politischen Leben der Region die Marke ab, darunter Bürgermeister Schönung und Dr. Michael Meister, MdB (Altes Rathaus).
5. Januar: Eröffnung der Ausstellung „Klosterdämmerung. Vom Umbruch zum Aufbruch. 200 Jahre Säkularisation in Schlesien am Beispiel der Zisterzienserklöster“. Die Ausstellung zeigt die historische Entwicklung des Ordens vom Mittelalter über die Verstaatlichung dessen Klöster 1801 bis zur Zäsur von 1945. In Zusammenarbeit mit dem Dokumentations- und Informationszentrum für Schlesische Landeskunde Haus Schlesien (bis 16. Februar; 14 Uhr, Foyer des Paul-Schnitzer-Saales).
19. Januar: Hagen Rether kommt mit seinem Programm „Liebe“. Scharfzüngig und leise, unerbittlich doch stets lächelnd, die Disharmonien des gesellschaftspolitischen Lebens melodisch am Flügel begleitend: Hagen Rether ist der intellektuelle Tempelaustreiber unter den Polit-Kabarettisten. Er eröffnet eine Kleinkunstreihe, zu der die Stadt in Kooperation mit dem Theater Sapperlot im Jubiläumsjahr einlädt. Die künstlerische Leitung hat Hans-Peter Frohnmaier (VV 26 €, AK 28 €; 20 Uhr, Nibelungenhalle).
26. Januar: Eröffnungskonzert des Jubiläumsjahres „Freundschaft – ein Geschenk der Götter“. Es ist der offizielle Auftakt des Jubiläumsjahres und gründet in der internationalen Partnerschaft des Klosters Lorsch mit dem Kloster Geghard in Armenien. Aus dieser Freundschaft erwuchs das Geschenk einer Hymne für Lorsch und ein Konzert mit dem Komponisten und Pianisten Robert Amirkhanyan und seiner kongenialen Gesangspartnerin, der Altistin Seda Amir-Karayan. Die Uraufführung der Lorscher Hymne (Text: Ursula und Elmar Ullrich) erfolgt gemeinsam mit Lorscher Sängerinnen und Sängern (Leitung: Thomas Adelberger). Nach dem Konzert wird die Hymne noch einmal an der Torhalle gesungen, interpretiert von Sängerinnen und Sängern aus allen Chören Lorschs. (VV 16 €/AK 18 €; 16 Uhr Nibelungenhalle, 18 Uhr Torhalle).
28. Januar: Messe zum 1200sten Todestag Karls des Großen. Was schon Tradition hat, wird in diesem Jahr besonders feierlich begangen: Zwei Tage nach dem Konzert findet in der katholische Pfarrkirche St. Nazarius eine Messe statt, die an den Todestag Karls des Großen erinnert. Die Aufführung der sogenannten Karls-Sequenz (Sequentia S. Karoli), ein Hymnus, der anlässlich der Heiligsprechung des Kaiser 1165 entstand, ist Teil davon. Da es der 1200ste Todestag Karls des Großen ist und Lorsch in seinem 1250sten Jubiläumsjahr nach der Gründung des Reichsklosters des Kaiser steht, wird Bischof Karl Kardinal Lehmann diese Messe zelebrieren. Ebenfalls werden zwei armenische Bischöfe und eine Abordnung der hessischen Landesregierung erwartet. Nach dem Amt werden sich die Ehrengäste ins Goldene Buch der Stadt einschreiben (19 Uhr, Katholische Pfarrkirche St. Nazarius).
Mit diesem Doppeltermin (Konzert und Messe) betonen wir zu Beginn des Jubiläumsjahres, dass Lorsch mit der Gründung des Benediktinerklosters seinen Anfang nahm, also religiösen Ursprungs ist.
Ursprünglich für den 31. Januar angekündigt, jetzt auf den 1. Februar verschoben: Ein Vortrag zum Thema „Wald, Forst und Jagd im Kontext der mittelalterlichen Geschichte des Klosters Lorsch“. Professor Dr. (Emeritus) Werner Rösener eröffnet damit eine viergliedrige Reihe wissenschaftlicher Vorträge rund um das Kloster Lorsch. Außerdem bereitet der Vortrag auch die Ausstellung „Aus Lorschs reicher Waldvergangenheit. Zur Geschichte von Jagd und Forst im Lorscher Wald von 764 bis heute“ vor, die am Tag danach, dem 2. Februar, eröffnet wird (19 Uhr, Paul-Schnitzer-Saal).