Zwingenberg im Spiegel der Narrerei
Sitzung des Karnevalvereins Zwingenberg lockt über 400 Besucher in die Melibokushalle
ZWINGENBERG, Februar 2015 (hol), Man kommt einfach nicht vorbei an dem Namen Emig, wenn man im schönen Zwingenberg Fastnacht feiert. Vor allem ist da Heike Emig, die als Trainerin und selbst als Tänzerin für schwungvolle Tanzschritte sorgt. Auch sonst kann sich der Karnevalverein Narhalla für seine große Sitzung in der Melibokushalle auf einen großen Fundus eigenen Personals stützen. Und Gäste von auswärts kommen gern als Unterstützung hinzu.
Im Programm geht’s diesmal ein wenig drunter und drüber, manches wird improvisiert, und in der zweiten Halbzeit stehen plötzlich und unerwartet die beiden Hofsänger auf der Bühne – ohne Mikrofone. Die technische Panne wird mit einer Schunkelrunde überbrückt, dann können Andreas Mayer und Klaus Matthey doch noch loslegen mit ihrer Variante von „Happy“ und sind als Senioren glücklich, wenn der Pflegedienst kommt.
Das Thema Senioren haben auch die beiden „Alsbacher“ Franz Kern und Karl Heinz Heist im Fokus. Allerdings blicken sie vor allem darauf, was unter der Gürtellinie geschieht – oder eben auch nicht mehr
Ein wenig jünger wirken da schon die Darbietungen der Feier Dancer, aus denen gewiss auch noch Fire Dancer werden können, und der Sex Bombs, de in hautfarbenen Ganzkörper-Kostümen und weißen Handtüchern weichgespülte Erotik verbreiten.
Im ersten Teil hat das kleine und das große Ballett – letzteres trainiert unter anderem von Heike Emig – eine ganze Menge zu zeigen. Darin eingebettet ist der Vortrag der Protokollerinnen Angela und Michaela Becker, die natürlich kreuz und quer durch die große und die kleine Politik streifen. Auch Philipp Becker steuert noch eine Büttenrede bei.
Mit den „Newwlfewzza“ hat der KVN auch eine Guggemusigg (so muss man’s eigentlich schreiben) zu Gast. Schön, dass dieses Element alemannischer Fastnacht auch in Südhessen immer mehr Fans findet.
Über einen Sketch der Freiwilligen Feuerwehr wurde viel gelacht, und einen großen Auftritt hatte auch das Männerballett aus Worfelden.
In der 2. Halbzeit sind da auch noch die Prosecco-Lerchen (11! Damen, darunter Heike Emig), es geht abermals eine „Beckerin“ (Angela) in die Bütt, und mit großer Spannung wird der Auftritt der „Gruppe Habich“ erwartet. Der noch verhältnismäßig junge Bürgermeister Holger Habich ist aufrechter Liberaler und hat als solcher erst zur Fastnacht wieder richtig was zum Lachen. Unterstützt wird sein Wahlvorschlag Abba durch Birgit Heitland, Karin Rettig und Andreas Mayer.
Und damit neigt sich das närrische Programm – es geht auf Mitternacht – langsam dem Ende zu. Die Garde hat noch einen großen Auftritt, und das Zwingenberger Lied ist der große Konsens für alle Kehlen.
Fotos: Klaus Holdefehr
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