Ein neuer Regenbogen am Horizont
Mit der gleichnamigen Kindertagesstätte in Hähnlein geht es voran
ALSBACH-HÄHNLEIN, März 2026 (raha), Im Herbst 2025 wurde der alte Kindergarten in der Hähnleiner Spießgasse erst abgerissen, aber bereits im Februar 2026 konnte man das Richtfest für das neue Gebäude feiern! Ein sichtlich gut gelaunter Bürgermeister Sebastian Bubenzer begrüßte am 5. Februar zahlreiche Gäste an der Baustelle, darunter Mitglieder der Gemeindegremien, die aktiven und ehemaligen Mitarbeiterinnen, Altbürgermeister Friedrich Ost, den Ersten Kreisbeigeordneten Lutz Köhler, die stellv. Dekanin der ev. Kirche Silke Bienhaus, die örtliche Pfarrerin Julia Fricke und die KiTa-Leiterin Stephanie Stahl-Rechel.
Aber auch zahlreiche KiTa- Kinder schauten sich interessiert den Fortschritt ihrer zukünftigen Teilzeitheimat an, die nun sichtlich Form annimmt. Besonders hob Bubenzer die gute Zusammenarbeit mit der Fa. Kastor Holzbauwerke GmbH hervor, denn es ist nicht alltäglich, dass es bei öffentlichen Kommunen so schnell voran geht. Ein Umstand, den auch dem zuständigen Polier und Zimmermann Philipp Stauer ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Selbst beim strengsten Frost dieses Winters wurde auf der Baustelle durchgearbeitet, die Kommunikation mit dem Bauamt läuft hervorragend und das Resultat der Bauarbeiten ist täglich sichtbar. Bereits im Sommer, nach den Ferien soll die neue KiTa eröffnet werden.
Die Geschichte des Neubaus ist aber deutlich länger als der Neubau selbst: Bereits 2016 wollte man auf dem weitläufigen Gelände der Hähnleiner Schule eine neue KiTa bauen, die Idee dahinter war der dort geplante Neubau einer Mensa durch den Landkreis. So wollte man Synergien festigen. Nachdem man beim Kreis dem Thema aber sehr zögerlich gegenüberstand, kam ein neuer KiTa-Standort im Ritterbruch zur Diskussion, der auf deutlichen Wiederstand bei einigen Anwohnern stieß. Hier zeigte sich mal wieder das St. Florians-Prinzip bei so manchem Bürger.
Eine weitere Idee sah vor, die KiTa hinter dem alten Gebäude neu zu bauen, was allerdings schwierig war, weil das Gelände im Neubaugebiet Vogelsbergring bereits für die Wohnbebauung reserviert war. Auch eine Sanierung des Bestandsgebäudes kam zur Diskussion, wurde aber wegen zu hoher Kosten und veralteter Raumaufteilung verworfen. Schließlich traf man im Gemeindeparlament die Entscheidung, den Bebauungsplan zu ändern und eine Fläche für die KiTa aus dem Neubaugebiet „Nördlich der Spießgasse“ (jetziger Vogelsbergring) herauszulösen. Das bestehende Gebäude sollte abgerissen werden und durch eine neu zu bauende Holz-Konstruktion ersetzt werden. Insgesamt wurde ein Investitionsvolumen von 4,5 Mio. € veranschlagt. Dies ist somit die größte Einzelinvestition der Kommune in den letzten 15 Jahren. Damit ist allerdings auch die Neugestaltung der Außenanlage mit abgedeckt. Ab August letzten Jahres wurde dann abgerissen und seit November entsteht nun der Neubau.
Die Kinder sind seit Juli vorübergehend im Gemeinschaftshaus Sandwiese untergebracht. Eine Lösung, die besser funktioniert, als gedacht. Der Neubau bietet indessen viel mehr Platz als das alte Gebäude: Neben großzügig gestalteten Flächen im Erdgeschoss mit drei Gruppenräumen für die über Dreijährigen gibt es noch 12 Krippenplätze ab einem Jahr statt bisher 10 Plätze ab zwei Jahren. Auch an Intensivräume, in denen die Kinder zur Ruhe kommen können, wurde gedacht.
Im Obergeschoss entstehen derzeit großzügige Räume für das Personal. Auf der Rückseite, im Vogelsbergring, baut man genügend Parkplätze für die Mitarbeiterinnen und das Außenspielgelände wird deutlich größer als bisher.
Das ganze Konzept ist laut Bürgermeister Bubenzer flexibel und kann den jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Im Außenbereich wurden die Arbeiten jüngst mit der Pflanzung von Hainbuchen begonnen. Der Erste Kreisbeigeordnete Lutz Köhler unterstrich in seiner Ansprache den Wunsch des Kreises, gemeinsam mit der Gemeinde in die Zukunft zu investieren, jeder freilich in seinem eigenen Bereich, das heißt, der Kreis für die Schulen und die Gemeinde für die Vorschulkinder. Zum Schluss des Richtfestes erhielt die neue KiTa „Regenbogen“ den Segen der evangelischen Kirche durch Dekanin Bienhaus und Pfarrerin Fricke.
